Reisetipps und Wissenswertes zu Vietnam

Verteilt über das ganze Land hat Vietnam viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. Die Hauptstadt Hanoi versprüht einen besonderen Charme und zieht den Reisenden in ihren Bann. Vietnam bietet seinen Besuchern kulturelle Höhepunkte, eine abwechslungsreiche Natur, aber auch traumhafte Strände für einen fantastischen Badeurlaub. Dank seiner Vielfalt ist Vietnam als Urlaubsland schon lange kein Geheimtipp mehr.

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Geographie Vietnams

Flächenmäßig ist Vietnam ungefähr so groß wie Deutschland und man bezeichnet die Geographie des Landes auch als Bambusstange mit zwei Reisschalen. Dies kommt daher, da sowohl im Norden als auch im Süden zwei sehr fruchtbare Flussdeltas liegen, die sich hervorragend für den Reisanbau eignen. Die Ausdehnung des Landes von Nord nach Süd beträgt rund 1650 km und von Ost nach West beträgt diese rund 600 km. Allerdings gibt es in der Mitte Vietnams auch eine Stelle, die gerade einmal 50 km breit ist. Vietnam verfügt außerdem über stolze 3400 km Küste entlang des Südchinesische Meeres und die Landesgrenzen zu den Nachbarn China, Laos und Kambodscha betragen auch über 3000 km. Prägende Landschaften sind das Delta des Roten Flusses, das Mekong-Delta, das Yunnan-Hochland und das annamitische Hochland.

Klima in Vietnam

Zwischen dem Norden und dem Süden Vietnams gibt es gravierende Unterschiede bezüglich des Klimas. Im Norden herrscht meist ein sehr gemäßigtes und tropisches Wechselklima, das für eine kühlere Jahreszeit von November bis April sorgt und für sehr heiße Monate von Mai bis Oktober. Im Süden hingegen herrscht rein tropisches Klima und hier ist es das ganze Jahr über sehr warm bis sehr heiß. Von November bis Januar ist es dabei etwas kühler und von Februar bis Mai sehr heiß. Danach kommt bis etwa in den Oktober hinein die Regenzeit. In dieser Zeit gibt es hier, vor allem im Mekong-Delta sehr häufig auch Taifune, die aber auch in anderen Regionen an der Küste starke Überschwemmungen verursachen können.


Flora und Fauna in Vietnam

Leider musste die Natur im Land während des Vietnamkrieges sehr leiden und wurde durch den Einsatz von Umweltgiften durch die Amerikaner nachhaltig zerstört. Die Folgen sind selbst heute noch gravierend und es ist in vielen Teilen des Landes sehr schwierig, wieder aufzuforsten. Gerade in den Landstrichen, wo es jedes Jahr eine hohe Trockenheit gibt, ist dies sehr schwierig. Auch die Hälfte aller Mangrovensümpfe des Landes wurden während des Krieges zerstört und diese können sich nicht mehr allein regenerieren. Aber auch die schnell wachsende Bevölkerung und die Armut vieler Menschen sorgt dafür, dass immer wieder Wald gerodet wird, um wertvolles Ackerland zu gewinnen. So ist auch die artenreiche Tierwelt des Landes sehr gefährdet, weil gerade der Wald als Lebensraum immer weniger wird. So gibt es mittlerweile nur noch rund 200 Tiger, weniger als 60 asiatische Elefanten und gerade einmal 10 Java-Nashörner. Sehr artenreich ist auch die Vogelwelt in Vietnam und sehr verbreitet sind auch Echsen, Schlangen und auch Krokodile. Viele Tiere finden mittlerweile Schutz in einem der Nationalparks im Land.


Geschichte Vietnams

Bereits im Jahr 1862 muss Vietnam Teile des Landes an die Franzosen abtreten und 1883 wird der vietnamesische Kaiser zur Anerkennung dieser Provinzen gezwungen, was gleichbedeutend mit der Kolonialherrschaft der Franzosen ist. Im zweiten Weltkrieg war Vietnam und gesamt Indochina durch die deutsche Besetzung von Frankreich militärisch eigentlich komplett isoliert und im Jahr 1941 marschierten die Japaner in Vietnam ein und verwalteten das Land für die restliche Zeit des Krieges. Nach Ende des Krieges rief der Politiker Ho Chi Minh nach einer erfolgreichen Revolution die Demokratische Republik Vietnam aus und wurde damit die erste unabhängige Republik in Südostasien. Doch im Süden des Landes schaffen es die Franzosen wieder ihre Kolonialherrschaft zu errichten und beim Versuch auch den Norden wieder zu holen kommt es zum Ausbruch des Indochina-Krieges, der bis zum Mai des Jahres 1954 anhält und mit einer bitteren Schlappe für die Franzosen endet. Mit dem Waffenstillstand wird auch die Teilung des Landes in Nord- und Südvietnam beschlossen. Vor allem Südvietnam wird dabei stark von den Amerikanern unterstützt. Im Jahre 1964 wurden den Amerikanern die Gefahr zu groß, dass auch der Süden des Landes kommunistisch werden könnten und nach einem fingierten Vorfall durch die US-Regierung begann im Jahr 1965 der Vietnamkrieg, der für die Amerikaner bis ins Jahr 1973 andauert und mit einer herben Schlappe endet. Mit einem Waffenstillstand kehrt zumindest zeitweise Ruhe ein, doch Nordvietnam kämpft weiter gegen den Süden und 1975 wird der Süden komplett eingenommen und der Krieg damit beendet. Im Juli 1976 erfolgt die Wiedervereinigung von Nord- und Südvietnam in die Sozialistische Republik Vietnam. Politisch gesehen hat die Kommunistische Partei Vietnams alle Macht und ein Mehrparteiensystem gibt es dort noch immer nicht. Ähnlich wie in China auch, öffnet sich aber das Land zunehmend und arbeitet an einen neuen marktwirtschaftlichen System.

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