Reisetipps und Wissenswertes zur Türkei

Aufgrund ihrer wunderschönen Landschaftskulissen, ihrer historischen Monumentbauten, ihrer einzigartigen Geschichte und der vielfältigen Erlebnisangebote, die die Türkei zu bieten hat, gilt das Land als beliebtes Reiseziel unter vielen Urlaubern. Unsere Türkei Rundreisen bieten Ihnen die Möglichkeit, all die Faszinationen und Sehenswürdigkeiten der Türkei zu entdecken und zu erleben .

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Geographie

Die Türkei ist eine gewaltige Halbinsel, deren Fläche insgesamt 814.578 km² umfasst. Verbunden wird Europa mit Asien durch die Istanbul- und Çanakkale-Meeresenge über dem Marmarameer. Auf dem europäischen Kontinent, nördlich des Marmarameeres, liegt die Region Thrakien. Die Türkei ist in 7 geografische Regionen unterteilt. Der Größe nach geordnet sind dies: Ostanatolien (21%), Zentralanatolien (20%), Schwarzmeerregion (18%), Mittelmeerregion (15%), Ägäis-Region (10%), Marmara-Region (8,5%) und Südostanatolien (7,5%). Die Türkei vereint viele Regionen mit unterschiedlichen, geografischen Eigenschaften: Zwischen zueinander parallelen Bergen, erloschenen Vulkanen, Tälern und Ebenen liegen Hochebenen. Im Osten der Türkei liegt eine schroffe Gebirgsregion mit einer Höhe von durchschnittlich 1050 m. Weitere Gebirgsregionen befinden sich im Westen und in Nordanatolien. Bekannt sind das südlich gelegene Taurus-Gebirge und der Ararat, der mit über 5.165 m Höhe der höchste Berg der Türkei ist. Die Türkei verfügt außerdem über unzählige Gewässer, die zur hydroelektrische Stromerzeugung und Bewässerung eingesetzt werden. Die längsten Flüsse sind der Sakarya, Kızılırmak und Yeşilırmak, sie alle münden in das Schwarze Meer. Weitere bekannten Flüsse sind Tigris, Euphrat, der Große Mäander und Gediz. Die Flüsse Meriç und Seyhan, Grenzflüsse zwischen der Türkei und Griechenland, verlaufen von Anatolien bis ins Mittelmeer. In der Türkei gibt es darüber hinaus 300 natürliche und 130 künstlich angelegte Seen, deren Großteil in Ostanatolien liegt. Dazu gehören zum Beispiel die Seen Vansee, Çıldır und Hazar, westlich des Taurus-Gebirges Beyşehir, Eğridir, Burdur und Acıgöller, in der Marmara Region befinden sich die Seen Sapanaca, İznik, Ulubat, Manyas, Terkos, Küçükçekmece und Büyükçekmece.


Klima

In der Türkei herrscht insgesamt ein mildes Klima. Jede Region besitzt jedoch individuelle klimatische Eigenschaften: mildes Klima in der Region des Schwarzen Meeres; maritimes Klima im Süden und in der Ägäis; trockenes Klima in Anatolien; raues Klima in Ostanatolien. Die Türkei stellt mit dieser klimatischen Vielfalt eines der in dieser Hinsicht reichsten Länder Europas und des Mittleren Ostens dar.


Flora und Fauna

In der Türkei wachsen ca. 10.000 verschiedene Pflanzenarten. Ausgiebige Regenschauer sind der Nährboden für dichte Wälder in der Schwarzmeerregion. Die Çanakkale Meeresenge bildet optimale Voraussetzungen für eine maritime Vegetation. In Thrakien sind dem trockenen Klima des Balkans ausgesetzte dichte Wälder zu beobachten. An den Küsten der Ägäis und des Mittelmeeres verläuft von der Çanakkale Meeresenge bis zur İskenderun Bucht eine typisch maritime Vegetation. Aufgrund der heißen und trockenen Sommer an der Südküste ist der Anbau von Bananenstauden und Palmen begünstigt. Während im Taurus-Gebirge meist Tannen- und Zedernwälder zu finden sind, wachsen in Anhöhen Wacholderbäume. Zentral- und Ostanatolien, umgeben von Gebirgen, sind von dem maritimen Klimaeinflusses ausgeschlossen. Regenschauer fallen in diesen Regionen selten; die Sommer sind heiß und trocken, die Winter kalt. In einigen Regionen ist die Steppenvegetation weitverbreitet; zur gleichen Zeit wachsen Eichen- und Birkenwälder.
In der Türkei leben mehr als 114 Säuge- und Raubtierarten. Die nördliche Region ist ein Unterschlupf für Bären und Wildziegen. Wasserschildkröten und Seehunde haben ihr zuhause in den Gewässern des Mittelmeeres und der Ägäis. Wie auch in anderen Ländern der Welt sind hier die Arten des asiatischen Wildesels, der Löwen und Tiger vom Aussterben bedroht. In der Türkei leben außerdem ca. 400 Vogelarten. Manche in Europa vom Aussterben bedrohte Arten, wie zum Beispiel der Aasgeier, halten sich in der Türkei auf. Die Türkei biete für Zugvögel, die zwischen Afrika, Asien und Europa pendeln, eine wichtige Haltestation. Das Sultan Dickicht, in der Nähe von Kayseri, ist der einzige Ort an dem sich Flamingos, Kraniche, Reiher und Pelikane zusammen an einem Ort fortpflanzen.

 

Geschichte

Bereits im Jahre 3000 v. Chr. begannen die ersten Menschen, in Land der heutigen Türkei feste Siedlungen zu errichten. Eine der ältesten Städte dieser Zeit war Troja. In den darauffolgenden Jahren wurden immer mehr Stämme in den Regionen der heutigen türkischen Ägäis sesshaft und der Handel zwischen griechischen Kolonien und Griechenland begann aufzublühen. Ab dem Jahre 500 v. Chr. gelingt es persischen Völkern, die Küstenstädte am Mittelmeer in ihren Besitz zu nehmen. Als 334 v. Chr. Alexander der Große Kleinasien erobert, steht das Gebiet der heutigen Türkei abermals unter dem Einfluss griechischer Kultur. Ein halbes Jahrhundert später folgt die Eroberung der Südküste durch die Römer; sie errichten Straßen, Bäder, Tempel und Theater. Um 300 n. Chr. erhält Byzanz den Namen Konstantinopel (heute Istanbul) und wird zur Hauptstadt des Römischen Reiches ernannt. Der christliche Glauben erhält Einzug in die Region.
Ab dem 11. Jh. werden einzelne Regionen des Oströmischen Reiches durch islamische Turkstämme erobert. Als größtes dieser Völker erlangen die Osmanen die Vorherrschaft auf weiten Gebieten der heutigen Türkei. Nachdem das Osmanische Reich seine Stellung im gesamten Mittelmeerraum im 15. Jh. bedeutend ausbauen konnte, verlor es seine Stärke nach mehreren Niederlagen im 17. Jh. Während des Ersten Weltkrieges unterstützt das Osmanische Reich Deutschland-Österreich und verliert daraufhin einen Teil seiner Gebiete an die siegreichen Alliierten. Im Jahre 1923 wird die Türkische Republik durch Mustafa Kemal Atatürk als Nachfolgestaat des Osmanischen Reiches gegründet. In den Folgejahren leitet er eine Modernisierung der Türkei ein und führt einige gesellschaftliche sowie rechtliche Reformen nach dem Vorbild verschiedener europäischer Nationalstaaten ein. Zwischen den 60er und 80er Jahren sorgen zahlreiche Militärputsche für Unruhe im Land. Neuwahlen im Jahr 1983 führen zu einem wirtschaftlichen sowie touristischen Aufschwung. Ab 1987 beginnen die Bemühungen der Türkei, Mitgliedsstaat der EU zu werden. Im Laufe der Jahre finden in der Türkei Anpassungen an EU-Anforderungen statt, so zum Beispiel die Abschaffung der Todesstrafe. Seit 1999 finden Beitrittsverhandlungen mit der EU statt; die Türkei wird zum Beitrittskandidat. Als einziges NATO-Mitglied in Asien stellt die Türkei bei den Auseinandersetzungen im Nahen Osten einen wichtigen Partner dar.