Reisetipps und Wissenswertes zu Peru

Peru bietet Reisenden ein Vielzahl von kulturellen sowie landschaftlichen Höhepunkten. Beeindruckend sind vor allem die vier unterschiedlichen Regionen, die dieses Land zu bieten hat. Neben der streifenartig lang gezogenen Küstenregion Costa und der Gebirgsregion Sierra in den Anden, eröffnen sich den Besuchern Regenwaldgebiete des Amazonas-Tieflandes in der Region Selva sowie Waldregionen von Nebelwälder in Montana. Unsere Peru Rundreisen führen Sie zu zahlreichen Sehenswürdigkeiten Perus und machen Ihren Urlaub zu einem faszinierden Abenteuern.

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Geographie Perus

Peru ist ein Staat im westlichen Südamerika. Im Norden wird das Land durch Kolumbien und Ecuador, im Osten durch Brasilien und im Südosten durch Bolivien begrenzt. Südlich grenzt Peru an Chile sowie westlich an den Pazifischen Ozean. Peru wird in vier verschiedene Regionen gegliedert. Dazu zählen an der Küste die Region Costa, im Hochland sowie den Anden die Region Sierra, in Waldregionen der Regenwälder die Region Selva und zuletzt in Waldgebieten der Nebelwälder die Region Montana. Die zum größten Teil aus einer Küstenwüste bestehende Costa wird deutlich durch den Humboldtsrom beeinflusst. Agrar- und Landwirtschaft sind aufgrund der Trockenheit nur entlang von Flüssen möglich. Im Süden der Region liegt mit der Atacama die trockenste Wüste der Welt. An den Küstenstreifen der Costa schließen sich die Bergzüge der Anden mit der Sierra-Region an. Die Anden werden in diesem Gebiet immer wieder durch tief eingeschnittene Längstäler und große Flüsse unterbrochen. In der zentralen Region Ancash sind unter anderem die bis zu 5.000 m hohen Schwarzen Kordilleren und die Weißen Kordilleren mit dem höchsten Berg Perus, dem 6.768 m hohen Huascarán zu finden. Im zentralen Teil der Anden kann das Gebirge sehr steil sein, mit teilweise breiten Tälern sowie Gipfel im Bereich des ewigen Eis (Gletscher). Ab Lima in südlicher Richtung findet man Vulkankegel mit nur noch seltener vulkanischer Aktivität. An den östlichen Teil der peruanischen Anden grenzt die Regenwaldregion Selva. In ihr entspringen mehrere Quellflüsse des Amazonas. Der Regenwald Perus  wurde bis jetzt kaum erschlossen, da er sehr dicht bewachsen und nahezu undurchdringlich ist. Der Amazonas ist der wichtigste Fluss in Peru. Bekannt sind außerdem dessen Quellflüsse Río Apurímac, Río Urubamba, Río Ucayali und Río Marañón, sowie seine Nebenflüsse Napo, Huallaga und Putumayo. Zu den beiden größten Seen in Peru gehören der Titicaca-See und der zwischen Andenketten gelegene Lago Junín.

 

Klima in Peru

Das Klima in Peru entfaltet sich gemäß der drei unterschiedlichen Regionen Küste, Gebirge und Regenwald. Während das Wetter in den Küstengebieten im Sommer (Dezember bis März) bei etwa 25°C liegt und anhaltenden Sonnenschein bietet, bildet sich im Winter (Juni bis September) bei ca. 15°C ein dichter Küstennebel (Garúa). Beeinflusst vom Humboldtstrom kommt es im südlichen Küstenstreifen Perus zu geringeren Niederschlägen. Im Küstengebiet nördlich von Lima schwächt das Wetterphänomen El Niño im Sommer (Temperaturen bis 35°C) den Humboldtstrom ab und ruft häufigere Niederschläge hervor. Im Osten der Küstenregion beginnt das Hochland der Anden mit einer Schneefallgrenze von ca. 5.000 m. Das Klima gilt hier als eher kühl und trocken. Im östlichen Gebiet der Anden beginnt im fließenden Übergang der Hochregenwald (Nebelwald). Unterhalb von 700 m schließt sich der Tiefregenwald des Amazonasbeckens an. Im Allgemeinen weist das subtropische Klima in Peru ganzjährig eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen zwischen 20°C und 35°C auf. Eine Ausnahme bilden die sogenannten Friajes - Kälteeinbrüche, die von Mai bis August im südlichen Regenwaldgebiet auftreten und dabei einen Temperatursturz bis auf etwa 10°C bewirken können. In der Regenzeit kommt es zu starken Regenfällen, während der Trockenzeit hingegen sind die Tage oft sonnig. Die günstigste Reisezeit für das Amazonas-Gebiet und die Anden-Region liegt außerhalb der Regenzeit von April/Mai bis Oktober, wobei gegen Ende der Regenzeit im Hochland noch eine reiche Vegetation zu beobachten ist. Ein Urlaub in der Küstenregion Perus ist ganzjährig günstig. Eine angenehme Wassertemperatur zum Baden im Pazifik herrscht von Januar bis Mai.

 

Flora und Fauna in Peru

Peru hat eine sehr abwechslungsreiche und vielfältige Flora zu bieten. In trockenen und sandigen Gebieten der Küstenebenen wachsen nur wenige Gräser und Sträucher. Eine große Fülle von Pflanzen lässt sich dagegen in den Regenwaldregionen entdecken, wie etwa Kautschuk- und Mahagonibäume oder Vanillepflanzen. In den Hochgebirgen Perus wachsen aufgrund der natürlichen Bedingungen nur wenige Pflanzenarten. Dazu gehören hauptsächlich Trockenpflanzen (Xerophyten), wie zum Beispiel Kakteen und Mesquiten. Als „Nationalpflanze Perus“ gilt die Cantuta (Cantua buxifolia), ein zwei bis drei Meter hoher Strauch mit langen, glockenförmigen Blüten, der in Höhen zwischen 1200 und 3800 Metern wächst. Ebenso wie die Flora Perus ist auch die Tierwelt von großer Vielfalt geprägt. In Küstenregionen und auf Inseln leben Seeschwalben und Möwen, Skorpione, Eidechsen, Robben und Pinguine. In den Küstengewässern lassen sich unter anderem Makrelen, Sardinen und Hummer finden. In den fruchtbareren Regionen im Osten finden Tiere wie zum Beispiel Jaguare, Gürteltiere, Pumas, Alligatoren, Papageien und Flamingos ihren Lebensraum. Kamele, Lamas und Alpaka leben in Gebirgsregionen von Peru. Das Nationaltier Perus, der rote Felsenhahn (Rupicola peruviana), lässt sich im Manu-Nationalpark beobachten. Peru gilt weltweit als das Land mit der größten Vogelvielfalt. Über 1800 Arten sind in Peru heimisch. Selbst in großen Städten wie Lima sind Perutauben und Morgenammern zu sehen. Zahlreiche Arten von Flamingos kommen in den Salzseen des Südens sowie an der bolivianischen Grenze vor. Im Hochland leben verschiedene Ibisarten, Uferwippern sowie Andenschwalben, -zeisige, -spechte und -gänse. Diverse Kolibri-Arten kommen bis hinauf an den Titikaka-See und auf dessen Inseln vor.

 

Geschichte Perus

Die Geschichte Perus reicht bis in das Jahr 1500 v. Chr. zurück. Zu dieser Zeit siedelten erstmals lokale Kulturen in den Flussregionen an der Küste sowie im Hochland der Anden.
Ab dem 15. Jh. bauten die Inkas ein streng organisiertes Reich auf, das sich von Kolumbien bis in die Mitte von Chile erstreckte und neben Peru auch weite Teile des heutigen Ecuadors umfasste. 1532 bis 1534 eroberte der spanische Konquistadors Francisco Pizarro das Inkareich; Peru wurde mit Alto Peru, dem heutigen Bolivien, für fast 300 Jahre spanische Kolonie. Am 28.07.1821 erlangt Peru durch General San Martin die Unabhängigkeit zurück. Trotz der erlangten Unabhängigkeit sind die Folgejahre von inneren Unruhen und Konflikte mit den Nachbarstaaten geprägt. Im Pazifikkrieg zwischen 1879 und 1883 werden Peru und das mit ihm verbündete Bolivien von Chile geschlagen. Die heutige Hauptstadt Lima wird zweimal von Chile besetzt. Im Nachkriegs-Friedensvertrag muss Peru die Provinzen Arica, Tarapaca und Tacna verloren geben. 1929 erhält Peru die Provinz Tacna nach einer Abstimmung zurück. Im Jahr 1941 bricht der Krieg zwischen Peru und Ecuador aus; dabei besetzt Peru den Süden Ecuadors. Im Protokoll von Rio de Janeiro, verfasst am 29.01.1942, wird der größte Teil des umstrittenen  Amazonasgebiets Peru zugesprochen. 1981 und 1995 kommt es erneut zu kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Ländern. Erst im Oktober 1998 kann das Verhältnis zu Ecuador durch einen Friedensvertrag endgültig bereinigt werden. Nachdem Peru zwischen den Jahren 1968 und 1973 unter strenger Militärherrschaft von General Velasco Alvarado stand, kehrte das Land Anfang der 80er Jahre zur Demokratie zurück. In der Regierungszeit von Alan García (1985 bis 1990) gerät Peru durch Misswirtschaft und Korruption in eine extrem schwierige Wirtschaftslage. 1990 wird die peruanische Wirtschaft unter dem neuen Staatspräsidenten Alberto Fujimori saniert. Nach „Eigenputsch“ durch Fujimori und Auflösung des Parlaments (1992), erster Wiederwahl (1995) und zweiter, von der Verfassung nicht vorgesehener Wiederwahl (2000), kommt es am 28.07.2000 zu der erneuten Amtseinführung Fujimoris unter tumultartigen Auseinandersetzungen mit oppositionellen Demonstranten im Stadtzentrum von Lima. Nachdem Fujimori noch im November desselben Jahres aus seinem Amt enthoben wird, wird Dr. Alejandro Toledo Manrique im April 2001 zum neuen Staatspräsidenten und damit zum ersten indianischen Staatsoberhaupt Perus gewählt.