Reisetipps und Wissenswertes zu Namibia

Namibia bietet Reisenden eine Vielzahl fasziniernder Landschaftskulissen und eine einzigartig vielfältige Tierwelt. Beeindruckend sind vor allem die unterschiedlichen Regionen, die dieses Land zu bieten hat. Neben der lang gezogenen Küstenregion entlang des atlantischen Ozeans mit der Namib Wüste, der das Land seinen Namen zu verdanken hat, und verschiedenen fruchtbareren Hochlandregionen im Norden Namibias, beeindrucken vor allem zahlreiche Tierarten, die in den National Parks beobachtet werden können. Unsere Namibia Rundreisen führen Sie zu den schönsten und faszinierendsten Orten Namibias und machen Ihren Urlaub zu einem unvergesslichen Erlebnis.

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Geographie

Namibia liegt im Südwesten Afrikas und grenzt im Osten an Botswana, im Norden an Angola, im Nordosten an Sambia sowie im Süden an Südafrika. Das Land gliedert sich in drei wesentliche Naturregionen. Der Küstenstreifen Namibias, der im Westen ca. 1.600 km entlang des Atlantiks verläuft, besteht aus der Skelettküste und der Namib-Wüste. Ein wesentlicher Einflussfaktor ist hier der Benguelastrom des Atlantischen Ozeans, der vorherrschend trockenes und arides Klima bringt. Die Küste des Landes ist wenig von Buchten geprägt. Einzelne Ausnahmen sind Lüderitz, Walvis Bay und die Kalte Bucht bei Kap Frio. Das Hochland oder Zentralplateau Namibias geht in das Kalahari über. Seine zerklüfteten Bergketten und einzigartigen Felsformationen sowie die mit Sand gefüllten Täler und die endlosen Ebenen durchziehen Namibia von Norden nach Süden. Im nördlichen Teil durchziehen breite Täler das Hochland, in denen die Region relativ fruchtbar ist. In Zentralnamibia liegt das Khomashochland mit den bis zu 2.400 m hohen Eros- und Auasbergen. Im Süden des Landes herrschen hauptsächlich flache Landschaften vor. Eine Besonderheit Namibias ist der subtropische bis tropische Caprivi-Zipfel. Hier herrscht ein feuchtes und regenreiches Klima, was immer wieder zu Überschwemmungen führt. Der höchste Berg Namibias ist der Brandberg, der mit einer Höhe von 2.574 m in der zentralen Erongo-Region liegt und von weiteren imposanten Gipfeln umgeben ist. Wasserreiche Flüsse gibt es in Namibia vor allem an den Landesgrenzen. So bilden die Dauerflüsse Kunene und Okavango den Grenzzug im Norden, der Oranje Fluss die Grenze im Süden. Außerdem gibt es in Namibia Flussläufe, die nur temporär und nur nach den Regenfällen mit Wasser gefüllt sind.

 

Klima

Das Klima in Namibia ist vorwiegend heiß und trocken. Das aride Klima ist subtropisch kontinental, wobei sich große Unterschiede zwischen den einzelnen Landesteilen ergeben. In der Namib Wüste sind Niederschläge äußerst selten. Das ganze Jahr über weht ein warmer kräftiger Wind. Selbst im Winter liegen die Temperaturen oft bei 25°C und mehr. In den Sommermonaten Dezember und Januar liegen die Temperaturen in der Regel deutlich über 30°C, in den kältesten Monaten Juli bis August können sie in den Nächten sogar bis zum Gefrierpunkt sinken, tagsüber dann aber wieder auf ca. 25°C ansteigen. Morgens und abends ist besonders im Winter mit enormen Temperatursprüngen von bis zu 20°C zu rechnen. Im Binnenhochland ist es tagsüber nicht ganz so heiß wie in der Wüste, nachts können die Temperaturen bei bis zu unter 0°C liegen. In der Kalahari verhält es sich ähnlich wie in der Namib Wüste. Niederschläge fallen etwas häufiger aber immer noch wüstentypisch selten. Der Caprivi-Streifen ist geprägt von häufigen Niederschlägen. Diese prägten ein ausgedehntes Flusssystem und einen dicht bewachsenen tropischen Urwald. Die Luftfeuchtigkeit ist hier, im Gegensatz zu den anderen Landesteilen, sehr hoch. Die Region der Atlantikküste wird durch den kalten Benguelastrom bestimmt. Dieser kühlt den vorherrschenden Südwestwind stark ab. Die Temperaturen im Sommer sind hier angenehm kühl und in den Wintermonaten mitunter auch tagsüber empfindlich kalt. Die Wassertemperatur erreicht selten mehr als 15 °C. Der größte Teil Namibias liegt im tropischen Sommerregengebiet. Hier fallen zwischen November und April unregelmäßige, aber gelegentlich sehr heftige Regenschauer. Der äußerste Süden dagegen liegt im Winterregengebiet, in dem Regenfälle, wenn überhaupt, vor allem in den Monaten Juni und Juli auftreten.


Flora und Fauna

Die Vegetation und Tierwelt Namibias sind stark durch die geringen Niederschlagsmengen geprägt. In der Namib Wüste, die sich durch den gesamten Westen des Landes zieht, finden sich aufgrund der extremen Trockenheit weitgehend vegetationslose Sand- und Felslandschaften. Lediglich einige Sukkulenten (saftige, wasserspeichernde Pflanzen) und Hartlaubgewächse können trotz der trockenen Verhältnisse wachsen. In den felsigen Ebenen findet man über 100 Flechtenarten. Weitere Pflanzen, die sich den Wüstenverhältnissen angepasst haben, sind Welwitschia, Nara, Köcherbaum und Halbmensch. Die Kalahari Wüste im östlichen Namibia zeichnet sich durch Grasflächen, Büsche und vereinzelte Akazien aus. Im Norden der Kalahari wachsen Affenbrotbäume. Der verhältnismäßig fruchtbare und regenreiche Norden hat hingegen mit Baumsavannen einen lichten Trockenwald zu bieten. Im äußersten Nordosten Namibias bringt die Caprivi-Zipfel-Region, gerahmt von einigen Flüssen, teils sumpfige Landschaften und dichte Wälder hervor.
Namibia gilt als Land mit einer großen Vielfalt an verschiedenen Tierarten. Neben beeindruckenden Begegnungen mit Nashörner, Büffeln, Löwen, Elefanten und Leoparden können noch um die 130 weitere Säugetierarten beobachtet werden, wie zum Beispiel Giraffen, Zebras, Gnus, verschiedene Antilopenarten, Flusspferde und Affen. Überraschenderweise trifft man viele dieser Tiere nicht nur im feuchteren Norden, sondern auch in den sehr trockenen Wüstenregionen des Landes an. Zu den weit über 600 Vogelarten gehören Pelikane, Flamingos, Kormorane und Seeschwalben. In den Wüstenregionen kann man Felsenadler, Drosselwürger, Augurbussarde und Siedelweber beobachten. Weitere Vögel Namibias sind Rosenpapageien, Rotbauchwürger, Kampf- und Raubadler, Gaukler und Singhabichte. Zu den 250 Reptilienarten, die in Namibia vorkommen, gehören zum Beispiel Krokodile und Schildkröten. Natürlich fehlt es auch nicht an Schlangen, wie Kobras, Mambas, Hornvipern und Puffottern.


Geschichte

Die Geschichte Namibias reicht bis ins 17. Jh. zurück, als Hirtenvölker der Nama, Herero, Orlam und Ovambo von Norden kommenden auf der Suche nach Weideland nach Ostafrika zogen. Erst im 19. Jh. kamen europäische Siedler, Missionare und Jäger ins Land und begannen mit dessen Besiedlung. Zwischen den Jahren 1878 und 1890 stand Namibia unter starkem Einfluss von England und Deutschland, wobei die Deutschen von 1904 bis 1908 die Kontrolle über das von ihnen „Deutsch-Südwestafrika“ genannte Land innehatten. Diese Entwicklung geschah durch Kämpfe zwischen den Herero und Nama, die sich um Jagdgebiete und Weideland stritten. Nach dem ersten Weltkrieg verlor Deutschland seine einflussreiche Stellung und das Land wurde von den Truppen Südafrikas 1915 eingenommen. 1920 erhielt Südafrika das Land vom Völkerbund als Mandatsgebiet zugesprochen. Dieses Mandat wurde jedoch 1966 von der UNO wieder aufgehoben; eine Entscheidung, mit der sich Südafrika nicht zufrieden geben wollte. Es folgten lange Jahre der militärischen Auseinandersetzung zwischen Südafrika und der von der UNO gestützten namibischen Befreiungsorganisation SWAPO. Nach 23 Jahren diplomatischer Konflikte zwischen der UNO, der SWAPO und Südafrika wurden am 11. November 1989 endlich die ersten freien Wahlen in Namibia ausgetragen. Am 21. März 1990 konnte die politische Unabhängigkeit schließlich verwirklicht werden. Namibia erhielt eine demokratische Verfassung und daraufhin auch 1993 eine eigene Währung. Die endgültige Unabhängigkeit erhielt Namibia jedoch erst, als Südafrika 1994 einige Inseln und die Walvis Bay freigaben. Hier befanden sich der einzige Tiefhafen des Landes und damit der einzige Ort mit wirtschaftlicher Bedeutung. Nach unzähligen Jahren voller Kampf feiert Namibia seither seinen Unabhängigkeitstag am 21. März.