Reisetipps und Wissenswertes zu Myanmar

Das heutige Myanmar, früher bekannt unter den Namen Burma oder Birma, kann seit 1996, nach 40-jähriger Isolation, heute sicher und problemlos bereist werden. Das Leben in dem Agrarland ist geprägt durch traditionelle, ursprüngliche Lebensweisen. Myanmar stellt touristisch gesehen noch ein Land voller Entwicklungspotenzial dar, in dem sich den Reisenden ungeheure exotische Vielfalt und geheimnisvolle, kulturelle Schätze aus der Vergangenheit offenbaren. Dabei wird das Bild Myanmars sowie das Alltagsleben der Menschen von einer Vielzahl von Pagoden, Tempeln und Klöstern geprägt. Unsere Myanmar Rundreisen führen Sie zu den beeindruckenden Sehenswürdigkeiten Myanmars und geben Ihnen Einblicke in das traditionelle Leben der burmesischen Bevölkerung.

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Geographie

Myanmar gehört zu den Staaten Südostasiens und ist mit einer Fläche von 676.577 km² der drittgrößte Festlandsstaat Asiens nach China und Indien. Das Land grenzt im Osten an Laos, China und Thailand, sowie im Westen an Indien, Bangladesch und den Indischen Ozean (Golf von Bengalen und Andamansee). Die Hauptstadt des Landes Naypyidaw liegt etwa 300 km nördlich der größten Stadt Yangon.  Von der gesamten Landesfläche sind mehr als 20.000 km² Wassergebiete. Quer durch das gesamte Land verläuft der Fluss Irawadi mit einer Länge von fast 2.000 km. Er mündet in unzählige kleinere Gewässer und schließlich bis in den Golf von Martaban und den Andamansee im Süden Myanmars. Ein ebenfalls gewaltiger Strom, der Ayeyarwaddys mit einer Länge von mehr als 1.600 km, verläuft durch das Zentrum Myanmars und durchfließt das ganze Land von Norden nach Süden. Der höchste Berg des Landes, der Hkakabo Razi (5.881 m), liegt im Norden. Die Küsten im Südwesten und Westen Myanmars sind abwechselungsreich durch Mangrovenwäldern, mit Palmen gefassten Stränden und bizarren Steinformationen gestaltet. Im Westen Myanmars befinden sich die Berge Arakan, Chin und Naga und die Patkai-Hügel, im Norden liegen die Kachin-Hügel. Im Westen bildet das Arakangebierge die Landesgrenze, im Osten ist es das Shan Plateau. Im Norden Myanmars befinden sich die südlichen Ausläufer des Himalaya-Gebirges mit einer Höhe von bis zu 6.000 m. Das Schmelzwasser der Berggipfel bildet dabei die Quellen des Ayeyarwaddys.


Klima

Myanmar lässt sich in drei verschiedene Regionen gliedern, in denen unterschiedliche Klimaverhältnisse zu beobachten sind. Zu diesen drei klimatischen Hauptgebieten gehören Obermyanmar, Niedermyanmar und das Hochland. In Küstennähe überwiegt äquatoriales Klima, im Norden dagegen herrschen eher subtropische Verhältnisse. Allgemein lässt sich sagen, dass Myanmar nur drei verschiedene Jahreszeiten beherbergt. Von Juni bis August fallen viele monsunartige Regenschauer, wodurch es insgesamt sehr feucht ist und eine hohe Luftfeuchtigkeit besteht. Temperaturen liegen in dieser Zeit bei ca. 27°C. Von November bis Februar herrschen dann kühlere Temperaturen. Die Monate März bis Mai sind unglaublich heiß und sehr trocken mit Temperaturen bis zu 45°C. Nach dieser Periode setzt von Juni bis August erneut die Regenzeit ein.  Bei längeren Reisen zu bestimmten Monaten durch Myanmar können Reisende durchaus verschiedene klimatische Verhältnisse in den verschiedenen Regionen miterleben.


Flora und Fauna

Über die Hälfte der Landesfläche von Myanmar besteht aus Waldgebieten. Im zentralen und nördlichen Myanmar findet man hauptsächlich Trockenwälder mit Bäumen, die während der dreimonatigen Trockenzeit ihre Blätter verlieren. Im Süden Myanmars kommen dagegen tropische Regenwälder mit immergrünen Bäumen und Pflanzen vor. Hier wachsen viele verschiedene Orchideenarten. Im östlichen und nördlichen Hochland des Landes findet man Eichen und Kiefern, Akazien, Kautschuk sowie viele Rhododendrenarten. Zudem wachsen zahlreiche Obstbäume, große Bambuswälder und tropische Harthölzer, wie zum Beispiel der Teakbaum, der in dieser Region sein Hauptvorkommen hat. Die vielen unterschiedlichen Waldregionen bieten einen geeigneten Lebensraum für eine Vielzahl von Tieren. 600 Säugetierarten, darunter die vom Aussterben bedrohte Großfleck-Zibetkatze, und über 1000 verschiedene Vogelarten (Pfaue, Fasane, Papageien, Reisfinken usw.) leben hier. Mit ein bisschen Glück kann man auf einer Rundreise durch Myanmar Tiger, Panther, Leoparden, Wasserbüffel, Nashörner, Elefanten, Schwarzbären, den malaysischen Sonnenbär, den kleinen Panda, Tapire und verschiedene Affenarten, wie Gibbons und Schweinsaffen, beobachten. In den Mangrovenwäldern im Ayedarwady Delta leben außerdem Wasserschildkröten, Krokodile, Kobras und Pythons. Um die einzigartige  Flora und Fauna zu schützen, gibt es in Myanmar 3 Nationalparks, mehrere Naturschutz- sowie geschützte Feuchtgebiete.


Geschichte

Zu den ersten Siedlern im Raum des heutigen Myanmars gehörten verschiedene Volksstämme, wie zum Beispiel die der Karen und Mon sowie verschiedene Tibeto-Burmesische Stämme, die aus Gebieten Osttibets kamen. Seit dem 5. Jh. wurde das Land von indischen Einflüssen geprägt. Später wanderten Burmesen aus weniger fruchtbaren Gegenden Nordasiens ein. Ihnen folgten Stämme der Shan, Kachin, Chin und Han-Chinesen. Im 11. Jh. begann der erste burmesische König Anawratha, ein starkes Königreich zu etablieren, mit der damaligen Hauptstadt Bagan. Eine rege Tempelbautätigkeit setzte ein – bis zum 13.  Jahrhundert sollen etwa 13.000 Tempel gebaut worden sein. Im 13. Jh. wurde Bagan während eines Krieges mit einfallenden Mongolen zum größten Teil zerstört. Erst 1753 wurde von Alaungpaya ein neues burmesisches Königreich errichtet. Nach der Annexion Myanmars im Jahr 1824 durch die Briten, wurde das Land im zweiten Weltkrieg von den Japanern besetzt. Ab 1945 gehörte Burma zum britischen Empire. 1947 bildete sich auf der Grundlage einer neuen Verfassung die „Burmesische Union“, die dann 1948 in die unabhängige Republik Burma mündete. Die Folgezeit war geprägt von diversen politischen und ethnischen Aufständen. 1962 übernahm das Militär die Macht und steuerte einen Kurs eigener Prägung an. Erst 1974 erhielt das Land wieder eine Verfassung. Seit 1988 regiert das State Law and Order Restoration Council (SLORC) als sogenannte „Interimsregierung“ und fungiert als oberstes Machtgremium, das auch die legislative Gewalt ausübt. Im Mai 1990 wurde in freien Wahlen ein Parlament gewählt, das eine neue Konstitution erarbeiten sollte. Die National League for Democracy (NLD) gewann die Wahl, ihre Generalsekretärin und spätere Friedensnobelpreisträgerin war Aung San Suu Kyi, die jedoch von der Kandidatur ausgeschlossen und unter Hausarrest gestellt wurde. Das Parlament wurde bis heute nicht einberufen, die Parteien wurden mittlerweile gleichgeschaltet. Am 1. April 2012 wurden bei Nachwahlen in Myanmar 45 der insgesamt 664 Sitze umfassenden Volksversammlung Myanmars neu vergeben. Auch wenn der Ausgang der Nachwahlen keinen Einfluss auf die Machtverteilung im Parlament hatte, galten sie als bedeutsamer Schritt im Reformkurs von Staatspräsident Thein Sein, da erstmals seit 1990 die oppositionelle Nationale Liga für Demokratie (NLD) wieder an Wahlen teilnahm. Vor allem die Kandidatur der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi fand internationale Beachtung.