Reisetipps und Hinweise für Antarktis Kreuzfahrten

Antarktis Kreuzfahrten, Reisen und Expeditionen gehören zu den letzten wahren Abenteuern unseres Planeten. Um Sie auf Ihr Abenteuer bestmöglich vorzubereiten, haben wir Wissenswertes, Reisetipps und Hinweise so kompakt als möglich für Sie vorbereitet.

Antarktis Expeditions-Kreuzfahrten | Wissenswertes rund um die Antarktis


Kontinent:
Antarctica

Bevölkerung
Die Antarktis hat keine Bevölkerung im eigentlichen Sinne. In den über 80 Forschungsstationen leben jedoch im Sommer ca. 4000 und im Winter ca. 1000 Menschen, wobei die genaue Anzahl stark variiert. Allein auf der größten Station, McMurdo, lebten im Juli 2005 (also mitten im antarktischen Winter) 79 Frauen und 162 Männer.
In der Antarktis wurden einige Kinder geboren: Das erste war das norwegische Mädchen Solveig Gunbjörg Jacobsen. Es wurde am 8. Oktober 1913 unter britischer Jurisdiktion auf der zur Antarktis gehörenden Insel Südgeorgien geboren. Am 7. Januar 1978 wurde in der Nähe der Hope Bay mit Emilio Marcos Palma das erste Baby auf dem Festland geboren. Seine Mutter wurde von der argentinischen Regierung in die Antarktis gesandt, um die argentinischen Ansprüche zu untermauern. 1986/1987 wurden in der chilenischen Station ein Junge und ein Mädchen geboren.

Währung:
Eine Besonderheit der Antarktis ist der Antarktische Dollar. Er ist jedoch keine offizielle Währung, sondern lediglich eine 1996 herausgegebene Sammlerserie von selbst kreierten Banknoten des Antarctica Overseas Exchange Office. Mit einem Großteil des Erlöses wurden Forschungsprojekte in der Antarktis unterstützt.

Antarktis-Vertrag:
Während des Internationalen Geophysikalischen Jahres 1957 bis 1958 fand eine große Zahl von Expeditionen statt. Unter anderem erreichte ein Team um den Neuseeländer Sir Edmund Hillary mit umgebauten Traktoren als erstes nach Scott auf dem Landweg den Südpol, wo am 20. Januar das Team um den Briten Vivian Fuchs auf Shackletons Route hinzustieß und die Forscher gemeinsam als „British Commonwealth Transantarctic Expedition“ bis zum 2. März die erste Durchquerung der Antarktis vollendeten. Außerdem erreichte am 14. Dezember 1958 eine sowjetische Expedition den Südpol der Unzugänglichkeit und richtete dort eine Forschungsstation ein, die bis zum 26. Dezember betrieben wurde.
Der Antarktisvertrag wurde am 1. Dezember 1959 unterzeichnet und trat am 23. Juni 1961 in Kraft. Er hat eine Laufzeit von 80 Jahren.

Übersicht:
Die Antarktis als geographisch-astronomische Polarkreiszone bis 66° 33′ südlicher Breite umfasst 21,2 Millionen km²; die geographische Region bis 50° südlicher Breite ist 52 Millionen km² groß. Der Kontinent Antarktika ist mit fast 13,2 Millionen km² etwa 2,7 Millionen km² größer als Europa. Die exakte Fläche des Festlandsbereiches ist nicht bekannt, da große Teile der dauerhaften Eisbedeckung am Rande aus Schelfeis bestehen, das Wasserflächen wie z. B. Meeresbuchten überdeckt.
Man unterteilt den Kontinent in einen West- und einen wesentlich größeren Ostteil: Westantarktika liegt größtenteils westlich des Meridians von Greenwich und östlich des 180. Längengrades, Ostantarktika dementsprechend östlich des Meridians von Greenwich und westlich des 180. Längengrades. Geographisch werden die beiden Großlandschaften durch das Transantarktische Gebirge getrennt.
Das höchste Gebirge ist das 4.896 m hohe Vinson-Massiv mit dem Mount Vinson (mitunter werden auch 5.140 m angegeben), der tiefste Punkt ist mit 2.555 m unter dem Meeresspiegel der subglaziale (unter dem Eis liegende) Bentleygraben. Beides liegt im Westteil der Antarktis.
Die nächstgelegenen größeren Landmassen sind Feuerland an der Südspitze Südamerikas, danach das Kap Agulhas in Südafrika sowie die Inseln Tasmanien und Neuseeland

Zeitunterschied
In der gegenseitigen Kommunikation zwischen den Stationen wird UTC verwendet, wie beim Amateur- und Flugfunk üblich. Einzelne Länder haben jedoch für ihre Forschungsstationen unterschiedliche Festlegungen getroffen.

Klima:
Der antarktische Kontinent ist in jeder Hinsicht ein klimatischer Extremfall.
Die Antarktis ist der kälteste Kontinent der Erde. Die tiefste je auf der Erde gemessene Temperatur stammt aus der Antarktis Am 21. Juli 1983 wurde bei der ehemals sowjetischen Station Wostok (Vostok) minus 89,2° Celsius gemessen. Die Temperaturen sind in der Antarktis regional sehr unterschiedlich.
Auf dem Polarplateau sind die Temperaturen am tiefsten und erreichen im Sommer -40°C - im Winter -60° bis -70+C
An der Küste sind die Wintertemperaturen -20° bis -30°C und erreichen im Sommer manchmal die Nullgradgrenze.
Auf der Antarktischen Halbinsel werden im Sommer auch Temperaturen über dem Gefrierpunkt festgestellt.
Die Niederschläge sind ebenfalls sehr unterschiedlich - fallen aber immer in Form von Schnee. Im Landesinnern werden max. 200mm pro Jahr gemessen, in den Küstengebieten werden es 600mm und den vorgelagerten Inseln bis 1000mm Jahresniederschlag.
Im Landesinnern werden des öfteren Windgeschwindigkeiten von über 250km/h gemessen, Adélieland z. B. verzeichnet 340 Sturmtage im Jahr. Ablandige Fallwinde und das Aufquellen von Tiefenwasser sind die wichtigsten Ursachen für ausgedehnte, dem Kontinent vorgelagerte eisfreie Meeresteile (Polynias)..
Die Jahresmengen von Schnee betragen 75-180 mm im Inneren, 200-600 mm am Rand des Inlandeises und 1 000-3 000 mm auf den subantarktischen Inseln.
Polartag/ Polarnacht:
In der Antarktis gibt es (wie auch in der Arktis) das Phänomen des Polartages, resp. der Polarnacht. Während des Polartages geht die Sonne während 24 Stunden nie unter - während der Polarnacht steigt sie während der gleichen Zeit nie über den Horizont. Polartag und Polarnacht gibt es zwischen dem Südlichen Polarkreis (66°30' südlicher Breite) und dem Pol. Am Polarkreis dauert das Phänomen jeweils ein Tag am 21. Dezember, resp. am 21. Juni. Am Südpol haben wir 6 Monate Tag und 6 Monate Nacht. Im Gegensatz zur nördlichen Hemisphäre ist in der Antarktis der längste Tag am 21. Dezember - die längste Nacht am 21 Juni.  Man spricht beim Polartag auch von der Mitternachtssonne, weil eben die Sonne nie untergeht. 

Die Polarnacht ist die Bezeichnung für die Zeitdauer, während der an einem Ort der Polarzonen die Sonne für 24 Stunden oder länger nicht über dem Horizont erscheint. Ihre Dauer beträgt an den Polarkreisen zur Zeit der jeweiligen Wintersonnenwende 24 Stunden und nimmt zu den Polen hin zu, wo sie ein halbes Jahr beträgt. 
Das Gegenteil dazu ist der Polartag, wo die Sonne für 24 Stunden oder länger nicht untergeht. Diese Situation ist zeitgleich auf dem gleichen Breitengrad der Nordhalbkugel oder 6 Monate später auf dem gleichen Breitenkreis der Südhalbkugel Mid Winter , also Wintersonnenwende. Von jetzt an ( 21.6. ) werden die Tage wieder länger. Ein wichtiger Tag in der Polarnacht.
Grenzen der Antarktis:
Als mathematische Grenze gilt der südliche Polarkreis. Das hier eingeschlossene Gebiet beträgt hier über 21 Mio km². Diese Grenze wird aber dem Klima der Antarktis nicht gerecht, würden doch Teile der antarktischen Halbinsel und gar einige Gebiete der Ostantarktis nicht darunter fallen.Als
Wettergrenze gilt die antarktische Windscheide. Diese Abgrenzung nach den Luftmassen - die atmosphärische Polarfront - zeigt aber ein ständiges periodisches Wandern mit den Jahreszeiten. Ausserdem ist diese Grenze zu instabil - eine Grenze bedeutet aber etwas stabiles. Hier beträgt die mittlere Fläche über 23 Mio km².
Als Treibeis- oder Packeisgrenze gilt die Linie am Ende des Südwinters. Auch diese Linie hat sehr grosse Schwankungen von Jahr zu Jahr und die Grösse des einbezogenen Gebietes von über 36 Mio km² ist deshalb nur eine Schätzung.
Als Eisgrenze bezeichnet man das äußerste Vorkommen von Eisbergen. Diese Grenze, bis wohin Eisberge treiben ist ebenfalls zu instabil, um als Grenze bezeichnet zu werden. Alles hängt von viel zu vielen Zufälligkeiten ab: Wassertemperaturen, Meeresströmungen und die Schwere des Eisjahres. Eisbergsichtungen gab es bis vor Kapstadt, vor dem La Plata Strom und westlich von Neuseeland. Sie schließt eine Fläche von über 76 Mio km² ein.
Die politische Grenze ist im Antarktisvertrag der 60. Breitengrad. Auf die Gebiete südlich dieser Grenze gibt es wohl Ansprüche, diese wurden aber mal wegen vielen Widersprüchlichkeiten "auf's Eis" gelegt. Für eine völkerrechtliche Zuordnung von diesen Gebieten wäre eine "ständige Bevölkerung" und eine Staatsordnung notwendig. Mit Überwinterungen von Forschern und der Einrichtung von "staatlichen" Poststellen ist diese aber nicht gegeben. Trotzdem ist gerade aus philatelistischer Sicht diese Art Grenze interessant.
Als Klimagrenze wäre die 10° Isotherme des wärmsten Monats anzusehen. Die 10° Isotherme fällt etwa mit der Baumgrenze zusammen und das eingeschlossene Gebiet umfasst über 67 Mio km². Diese Grenze mag für die Arktis gelten, nicht jedoch für die Antarktis. Bei dieser Grenze würden auch die Falklands und gar Teile von Südamerika dazugehören
Allgemein gebräuchlich ist heute aber die Meinarduslinie:
Die antarktische Konvergenz oder Meinardus-Linie vereinigt alle Vorteile der vorgenannten Grenzlinien. Diese Grenze ist stabil, messerscharf und mit ihr ändert sich auf einen Schlag die Tierwelt des Meeres, Gehalt von Sauerstoff und Salz im Meer, von Temperatur, Nebel usw. Dieses Gebiet umfasst den Kontinent mit der Antarktischen Halbinsel, Südgeorgien, Bouvet, Heard und Macquarie. Sie heißt auch Antarktische Polarfront.

Landschaften:
Antarktische Halbinsel
Die Antarktische Halbinsel liegt in der Westantarktis und liegt zwischen Bellinghausensee und Weddellmeer. Die Halbinsel ist sehr gebirgig und reicht Richtung Südamerika. Seit Jahren führen Reiseveranstalter Touristen in der kurzen Sommerperiode durch die eindrucksvolle Landschaft. 
Der nördliche Teil der Halbinsel wurde früher Grahamland, der südliche Teil Palmerland genannt. Dieser am weitesten nach Norden vorspringende Teil des antarktischen Kontinents mit den bis 4200m hohen eisfreien Antarktanden, einer Fortsetzung der Anden Südamerikas, weist zum Teil noch tätige Vulkane auf. 

Der Klimaanstieg ist besonders im Bereich der Antarktischen Halbinsel dramatisch. Mit 2.5°C in den letzten 50 Jahren ist es die stärkste und schnellste Erwärmung weltweit. Während die Meerestemperatur in diesem Zeitraum stabil blieb, stieg die Wassertemperatur der Seen ebenfalls. Ebenfalls betroffen sind auch die Eisschelfe, wo es in den letzten Jahren überdurchschnittlich viele und grosse Abbrüche gab. 
Im Jahre 1820 wurde die Halbinsel entdeckt: zuerst vom Engländer Edward Bransfield, gefolgt vom Amerikaner Nathaniel Palmer und vom Russen Fabian von Bellingshausen - nach anderen Aussagen war die Reihenfolge anders. 

Zur Antarktischen Halbinsel zählen auch die ihr vorgelagerten küstennahen Inseln - die wichtigsten Inseln und Inselgruppen werden namentlich aufgeführt.

Dieses Gebiet wird gleich von drei Ländern beansprucht : Grossbritannien, Argentinien und Chile. 

South Shetlands
Die Inselgruppe der Süd-Shetlands wurde wahrscheinlich durch Dirk Glerritz 1599 gesichtet, 200 Jahre später war es Kapitän Smith, den es bei der Umsegelung von Kap Horn hierher verschlagen hatte, 1819 machte er gar eine Landung auf der King-George-Insel. 1820 kartierte Bransfield erstmals die Insel und gleichzeitig zogen einige Robbenfänger hierher. Auf der King George Insel befinden sich Forschungsstationen mehrerer Länder - so auch die russische Station Bellingshausen.

Die Süd-Shetland-Gruppe bildet einen langgestreckten Inselzug von 500km Länge und einer Fläche von 4662 km². Süd-Shetland besteht aus drei Inselgruppen: Elephant und Clarence im Norden, die Inselkette von Monroe bis King-George in der Mitte und die Smith- und Low-Insel im Süden, auf Smith ist auch der höchste Berggipfel mit 2012m. Von besonderem Interesse ist die Vulkan-Insel Deception mit dem einzigen idealen Naturhafen der Inselgruppe. Die Insel bildet einen fast geschlossenen Ring aus Laven und Tuffen und es gibt hier zahlreiche heisse Quellen.

Moose und Flechten sind die einzigen Pflanzen, von der antarktischen Vogelwelt werden hier alle Arten beobachtet, besonders Pinguine. Die Pelzrobben wurden durch die Robbenfänger im 19.Jahrhundert ausgerottet, heute beleben Weddell-Robben und Seeleoparden die schmalen Uferstrände. Die Walfänger haben hier auch Ratten eingeschleppt

Gebirge der Antarktis
Wenn man vom Gebirge der Antarktis spricht denkt man in erster Linie an den Mount Vinson in der Westantarktis - mit über 5000m die höchste Erhebung - oder den Mount Erebus in der Ostantarktis - ein Vulkan nahe der Stationen Scott Base (NZ) und Mc Murdo (USA). Dabei wird der ganze Kontinent durch das Transantarktische Gebirge in die Ostantarktis und Westantarktis unterteilt. Dieser Gebirgszug quer durch den Kontinent hat eine Länge von 4800 km, aber an vielen Stellen ist er vollständig von Eis überdeckt

Gletscher der Antarktis
In der Antarktis sind die grössten Gletscher der Erde. Die Grösse vieler Gletscher nimmt auch hier ab, so verliert der der Pine Island Gletscher seit 1990 vier Milliarden Tonnen Eis pro Jahr. Sollte dieser Trend anhalten, wäre der Gletscher in 600 Jahren ganz geschmolzen. 
Gletschereis ist immer in Bewegung. Die Geschwindigkeit ist unterschiedlich und hängt von vielen Faktoren ab: Eisschicht, Masse, Temperatur, Oberfläche usw. Am Ende des Gletschers ist die Gletscherzunge - dort geht das Eis wieder verloren, indem es abschmilzt oder abbricht. 
Gletscher entstehen durch Verdichtung von Schnee - im Prinzip also eine dicht gepackte Masse von Schnee, entstanden über Jahrzehnte, über Jahrhunderte. Der Schnee ist ursprünglich eine Masse lockerer Schneekörnchen - mit Luft gefüllten Hohlräumen. Fällt immer wieder Neuschnee, werden die Hohlräume zusammengepresst und der Schnee wird für Luft undurchdringlich.
Gletscherspalten entstehen durch verschiedene Bewegungsgeschwindigkeiten. Die Gletscher fliessen am Anfang und Ende schneller als in der Mitte, verschiedene Eisschichten gleiten ebenfalls unterschiedlich schnell. Es entstehen so Spannungen und der Bildung von Spalten - besonders in den obersten 30m eines Gletschers. Die Spalten können weniger als 1cm - aber auch mehr als 20m betragen.
Streuinseln der Antarktis
Als Streuinseln bezeichnet man die im Südpolarmeer verstreuten , nicht küstennahen Inseln. Sie sind meistens vulkanischen Ursprungs. Es sind dies:
South Orkney
South Sandwich
South Georgia
Peter I. Insel
Bouvet Insel
Heard Insel
Macquarie Insel
Balleny Inseln

Die oben aufgeführten Inseln gelten eindeutig als polar - sie liegen alle innerhalb der antarktischen Konvergenz oder Meinardus Linie.
Subantarktische Inseln ausserhalb der Antarktis

Es gibt noch weitere Inseln unter dem Namen "subantarktisch" - diese liegen aber knapp oder auch beachtlich ausserhalb der antarktischen Konvergenz. Sie werden so bezeichnet, weil sie abseits der Zivilisation sind oder wegen ihrer Fauna und Flora (z.B.kein Baumwuchs) aus Sicht der Bewohner der nördlichen Halbkugel etwas ungewöhnlich sind. Dazu zählen:
Kerguelen (Überseegebiet von Frankreich)
Crozet (Überseegebiet von Frankreich)
St. Paul und Amsterdam (Überseegebiet von Frankreich)
Marion Insel (Südafrika)
Gough Insel (Südafrika)
Cambell Insel (Neuseeland)
Tristan da Cunha (Überseegebiet von England)
Falkland Inseln (Überseegebiet von England)
South Georgia hat eine Fläche von 4143km², mit den umliegenden Inseln gar 4180km².
Die grössten davon sind Bird-Island und Willis und liegen im äussersten Westen, sowie Annenkov Island und Pickersgill Islands im Südosten.
Zu Südgeorgien gehören auch noch zwei von der Insel weit entfernte Felsen: die Shag Rocks und die Clerke Rocks.

South Orkney
Die Entdeckung war 1821 durch die Robbenfänger Powell und Weddell. 1903 wurde auf Laurie durch Bruce eine Station errichtet und nach Rückkehr der Expedition vom argentinischen Meteorologischen Dienst übernommen - die Station besteht bis zu heutigen Tage unter dem Namen Orcadas. Die Inselgruppe liegt mit 60°40' nur knapp innerhalb des Territoriums, welcher dem Antarktisvertrag untersteht. Die Entfernung zur antarktischen Halbinsel beträgt 600km. Die Fläche beträgt 622km² und besteht aus der grossen Coronation-Insel im Westen und der viel kleineren, aber besser bekannten Insel Laurie, dazwischen liegen zahlreiche Inselgruppen, wie die Powell-Insel. Die grössten Höhen auf Coronation beträgt 2195m und die Insel ist stark vergletschert.
Das Klima der Insel ist gut durch die meteorologische Station bekannt. 
Die Inselgruppe steht unter wechselnden Einflüssen aus Norden und Süden: im Sommer und Herbst herrscht ozeanischer Einfluss, d.h. die Temperaturschwankungen sind nur gering. Im Winter und Frühjahr ist es kontinentaler Einfluss, d.h. es sind grosse Temperaturschwankungen festzustellen.
Der wärmste Monat Januar hat +0.2°, der kälteste Monat Juli -8.5°. Die absolut tiefste Temperatur war am 3.August 1904 mit -40.1°. Das Wetter ist meist trüb und neblig und es herrscht meist Westwind. Ende November hat es auf der Station meist noch über 60cm Schnee welcher bis im März wegschmilzt. Die Vegetation ist sehr arm, eine antarktische Wüste, es gibt nur wenige Moose und Flechten an eisfreien Stellen. Es sind einige Vogel- und Pinguinarten vertreten, häufig ist die Weddellrobbe, seltener Seeleoparden Rossrobben und Krabbenfresserrobbe.
Die Süd-Orkneys wurden wegen ihrer Unwirtlichkeit von den Robbenfänger gemieden, von 1908 bis 1915 hatten auch Walfänger eine Station dort. Die Argentinier übernahmen 1904 von der schottischen Expedition die Station Orcadas, welche seither ständig besetzt ist. 1945 wurde ein Depot und eine Hütte in der Sandefjordbucht im äussersten Westen der Coronation angelegt, 1946 überwinterte erstmals ein Beobachtungsstab auf Kap Geddes, einer Halbinsel an der Nordküste von Laurie, diese Station wurde 1947 nach der Signy-Insel verlegt, wo am Ostufer ein guter Ankerplatz ist.

South Georgia
Es lässt sich nicht eindeutig feststellen, wer nun der Entdecker dieser Insel war, die Angaben der alten Seefahrer waren oft mehrdeutig. 1675 soll sie der spanische Kapitän de la Roche , 1756 der ebenfalls spanische Seefahrer D.Guyot gesichtet haben, aber erst Kapitän Cook hat eine genaue Aufnahme der Insel durchgeführt. In der Folgezeit wurde sie von fast jeder Expedition besucht, welche in diesen Gewässern weilte (Shackleton, Wilhelm Filchner, usw.) Südgeorgien war auch Schauplatz der Robbenschlächterei und diente ab 1904 als Walfangstation.
Das Innere der Insel ist wildes Bergland, der höchste Berg ist mit 2804m der Mt.Paget. Die Gebirgswelt kann als hochalpin bezeichnet werden, die Gletscher enden in den Fjorden der Küste und die Schneegrenze liegt bei 600m. Die Südwestküste ist ungegliedert, die Nordostküste dagegen reich mit Fjorden durchsetzt.

Der wärmste Monat in der Antarktis ist der Februar mit +5.2°, der kälteste der Juli mit -2.2°. Der Niederschlag ist sehr hoch und fällt meist in Form von Schnee, so dass die Westküste das ganze Jahr eine Schneedecke hat. Die Fjorde sind klimatisch begünstigt, weil Föhnwinde die Schneedecke zum Abschmelzen bringen können. Das ganze Jahr hat es eine starke Bewölkung und auch Nebel ist sehr häufig. Stürme treten oft auf, besonders im Frühjahr.

Die Vegetation beschränkt sich auf die Ufer der kleinen Wasserläufe und einigen Mooren. Besonders die Tussock-Polster sind typisch, daneben gibt es einige Blütenpflanzen, Farne, Moose und Flechten. Nur eine Blütenpflanze ist endemisch, die andern wurden im Laufe der Jahre eingeschleppt. Bei den Moosen und Flechten gibt es allerdings viele endemische Arten. Die Vogelwelt umfasst mit Ausnahme der rein antarktischen Pinguinarten alle Vogelgattungen die im Südpolargebiet heimisch sind. Endemisch sind eine Entenart (Anas georgica) und ein Strandläufer (Antus antarcticus). See-Elefanten sind die einzige Robbenart, die früher zahlreich vertretene Pelzrobbe wurde durch den Robbenschlag zwischen 1780 und 1810 vernichtet. 1911 brachte Larsen einige Rentiere auf die Insel, 1935 war die Herde bereits auf 800 Tiere angewachsen und wieder 25 Jahre später waren es bereits über 3000 Tiere. Auch hier hat der Mensch Ratten und Kaninchen eingeschleppt.

Die Walfangstation Grytviken wurde 1904 von Larsen gegründet, hatte 1925 1337 Einwohner (3 Frauen) und 1946 wegen Abnahme des Walfangs noch 360 Einwohner (7 Frauen). Grytviken liegt an einer kleinen Hafen, dem besten Südgeorgiens und hat eine Tiefe von 10 m. Gegen Stürme ist der Hafen sicher, gegen Fallwinde schützt nur ausreichende Verankerung. Der Gezeitenhub beträgt 1m.
Politisch wurde die Inseln 1908 den Falkland Island Dependencies einverleibt, dies wurde von Argentinien nie anerkannt. Um Südgeorgien liegen einige Felseilande so u.a. im NW Bird, wo sich zeitweise Ornithologen aufhalten.
Auf Bird-Island befindet sich auch eine Wetterstation.

South Sandwich Islands
Etwa 1000km südöstlich von Südgeorgien liegt die Süd-Sandwich-Gruppe. Die Inseln wurden 1775 durch Cook entdeckt in der Annahme, es handle sich um ein zusammenhängendes Land. Wegen des Treibeises konnte er nicht näher herankommen. 50 Jahre später wurden sie von Bellingshausen wieder gesichtet und dabei entdeckte er die 3 nördlichen Inseln. erst 1908 wurden sie von Larsen besucht; es gelang ihm, bei den meisten Inseln eine Landung durchzuführen.

Flora und Fauna
Die Antarktis ist umgeben von einer riesigen Packeiszone, in der sich eines der üppigsten Ökosysteme der Welt entwickelt hat. In den Meeren wimmelt es von riesigen Schwärmen antarktischen Krills (Euphausia superba) und anderer Kleinkrebse. Dieser Krill bildet den Anfang der Nahrungskette für die zahlreichen Meeres- und Landtiere, wie Fische, Wale, Kalmare, Seelöwen, Seehunde, Pinguine und zahlreiche Meeresvögel.

Auf dem antarktischen Packeis brüten zwei Pinguinarten: Der Kaiserpinguin und der Adeliepinguin. Zu den auf dem antarktischen Kontinent brütenden Vögeln zählen jedoch auch 19 flugfähige Vogelarten wie beispielsweise der Königsalbatros sowie der Schneesturmvogel und der Silbersturmvogel, die beide zum Teil auf hundert Kilometer landeinwärts liegenden Bergen brüten, die eisfrei hervorragen.
Unter den Robben, die in der Antarktis an Land gehen, sind vor allem die Weddellrobbe, der Krabbenfresser und der Seeleopard erwähnenswert. Im Sommer kommen noch mehr als 100 Millionen Zugvögel hinzu, die auf dem Packeis und den vorgelagerten Inseln brüten. Es wurde geschätzt, dass allein die Wale des Südlichen Ozeans etwa 55 Millionen Tonnen Tintenfische fressen, das entspricht etwa drei Viertel der Menge des Fischfangs der weltweiten Fischereiflotten.

Im Gegensatz zum vielfältigen Leben in den Ozeanen und an den Schelfeisrändern erscheinen die wenigen eisfreien Regionen, die auch als antarktische Oasen bezeichnet werden und die sich im Innern der Antarktis befinden, öde und leer, da hier kaum höher entwickelte Lebensformen vorgefunden werden. Stattdessen werden diese Gebiete vorwiegend von Mikroorganismen, Moosen und Flechten sowie einigen wirbellosen Tieren bevölkert. In der gesamten Antarktis gibt es nur zwei Blütenpflanzen: die Antarktische Schmiele (Deschampsia antarctica) und das Nelkengewächs Antarktische Perlwurz (Colobanthus quitensis). Durch den Menschen eingeschleppt wurden jedoch auch der Kriechende Hahnenfuß, die Wassersegge, die Rispengräser Poa annua und Poa pratensis sowie die Vogelmiere. Das größte dauerhaft landlebende Tier der Antarktis ist eine 12 Millimeter große, flügellose Zuckmückenart namens Belgica antarctica. Neben diversen Algen wurden mittlerweile mehr als 200 Flechtenarten, mehr als 100 Arten von Moosen und Lebermoosen sowie etwa 30 Macrofungi gefunden.

Die Antarktis bildet ein eigenes Florenreich, das antarktische Florenreich. Es umfasst die Südinsel Neuseelands, den süd-westlichen Teil Patagoniens und den antarktischen Kontinent und beherbergt dreizehn unterschiedliche Pflanzengattungen, wie zum Beispiel die Südbuche (Nothafagus), Gunnera oder Fuchsia, von denen die meisten allerdings nicht in der Antarktis selbst beheimatet sind.