Reisetipps und Wissenswertes zu Kambodscha

Am Golf von Thailand befindet sich das Königreich Kambodscha mit seinen Nachbarn Thailand, Vietnam und Laos. Das Land, das bis zum Jahr 1979 sehr unter dem Regime der Roten Khmer gelitten hat, wird für Touristen immer interessanter. Vor allem die Bauwerke der Hochkultur des vergangenen Khmer Reiches, allen voran das UNESCO-Weltkulturerbe Angkor Wat ist zum Magneten für die Besucher des Landes geworden. Trotz der Armut sind Rundreisen in Kambodscha für Touristen ungefährlich.

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Geographie Kambodschas

Das Land liegt auf der Indochinesischen Halbinsel, direkt am Nordostufer des Golfes von Thailand und die Länge der Küste des Landes beträgt 443 Kilometer. Im Westen und im Nordwesten grenzt das Land auf einer Länge von 803 Kilometern an seinen Nachbarn Thailand, im Norden beträgt die Länge der Grenze zu Laos 541 km und die längste Grenze mit 1.228 km gibt es im Osten und Südosten zu Vietnam. Kambodscha ist mit einer Fläche von 181.040 km² etwa halb so groß wie Deutschland und 176.250 km² sind Landfläche. Gut zwei Drittel der Fläche von Kambodscha werden durch das sogenannte Kambodschanische Becken eingenommen. Der bekannteste See in Kambodscha ist der Tonle Sap, der vom Tonle Sap-Fluß gespeist wird und mit dem Mekong verbunden ist, der Kambodscha auf einer Länge von 500 km von Nord nach Süd durchfließt. An dieses Becken schließen sich auf drei Seiten die Gebirge und Hochebenen an. Besonders interessant ist es während der Regenzeit von Juli bis Oktober. In dieser Zeit führt der Mekong so viel Hochwasser und drückt dieses Wasser in den Tonle Sap-Fluss entgegen dessen Laufrichtung. Der See wird dadurch stetig befüllt und seine Größe steigt von 2.500 km² auf über 20.000 km² an und wird damit zum größten See in ganz Südostasien.

Klima in Kambodscha

Kambodscha verfügt über das typische Monsunklima und hat dadurch in der Regel fast immer gleichmäßig hohe Temperaturen. Diese fallen im Dezember auf einen Tiefstwert von etwa 26 Grad und haben im April mit etwa 30 Grad den höchsten Stand. Von Mai bis September, manchmal bis zum Oktober weht hier ständig der feuchte Südwestmonsun und bringt viel Regen und Niederschlag. In der restlichen Jahreszeit herrschen aber trockene Nordostwinde vor mit einer typischen kontinentalen Luft.

Flora und Fauna in Kambodscha

Etwa 50 Prozent der Fläche des Landes bestehen aus Wald. Den immergrünen Bergwald findet man auf Höhen von über 700 m, der hier bei einem feuchtkühlen Klima bestens gedeihen kann. Die Bäume hier können bis zu 20 m hoch werden. An den niederschlagsreichen Westhängen der Gebirge ist der dichtbewachsene Regenwald vorherrschend, der zwischen 40 und 50 m hoch werden kann. Kleinere Bäume, Büsche oder kleinere Palmen findet man hier im Unterholz des Regenwaldes. In Kambodscha leben nach Schätzungen etwa 630 geschützte Tierarten und so gehören der indische Elefant, der Tiger und die Leoparden aber auch Flughunde und zahlreiche Arten von Bären zur Tierwelt dieses Landes. Typisch für die Tierwelt ist hier aber auch die gefürchtete Königskobra und die hochgiftige Krait, deren Biss jedes Jahr zu zahlreichen Todesfällen führt. Sehr reich an allen Arten von Wassertieren ist der Tonle Sap und im unteren Mekong findet man nach die berühmten Irawaddy-Delphine, die aber sehr wenig geworden sind und hier ihre letzten Rückzugsgebiete haben.

Geschichte Kambodschas

Die wohl bedeutendste Phase in der Geschichte Kambodschas war das bekannte Khmer-Reich, das im 9. Jahrhundert gegründet wurde und seinen Höhepunkt im 12. Jahrhundert hatte. In dieser Zeit entstand auch die kulturelle Blüte des Landes. Damals wurde auch die bekannte Tempelanlage von Angkor Wat erbaut, die noch heute viele Menschen anlockt. Im 17. und 18. Jahrhundert sah sich Kambodscha der Eroberung durch Thailand und Vietnam ausgesetzt und um eine völlige Vereinnahmung durch diese beiden Länder zu verhindern, bat Kambodscha die Franzosen um Hilfe, was dazu führte, dass das Land so gut wie zur französischen Kolonie wurde. Im Jahre 1954 erst erlangte Kambodscha endlich seine Unabhängigkeit von den Franzosen. Von 1975 an regierten die kommunistischen Roten Khmer in Kambodscha und führten ein grausames Regime, unter dem die Bevölkerung sehr zu leiden hatte. Ende 1978 griff das Nachbarland Vietnam ein und befreiten das Land von den Roten Khmer. Doch dies führte zu einem jahrelangen Bürgerkrieg und erst im Jahr 1991 schlossen die Bürgerkriegsparteien endlich Frieden. Die Roten Khmer allerdings ergaben sich erst restlos im Jahre 1998 und nun konnte erst richtig der Frieden Einzug in dieses geplagte Land halten.
 
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