Sehenswürdigkeiten in Kambodscha

Kambodscha, das bis zum Jahr 1979 sehr unter dem Regime der Roten Khmer gelitten hat, erwacht langsam aus seinem Dornröschenschlaf und empfängt alljährlich mehr und mehr Touristen aus dem Ausland.. Vor allem die Kultur des vergangenen Khmer-Reiches, allen voran das weltberühmte UNESCO-Weltkulturerbe Angkor Wat ist zum Magneten für die Besucher des Landes geworden. Doch auch viele weitere Sehenswürdigkeiten bieten für Kulturinteressierte einen willkommenen Anlass, um dieses Land zu besuchen.

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Sehenswürdigkeiten in Kambodscha

In der Sprache der Khmer bedeutet Tonle Sap „Großer See“ und dies ist eigentlich sehr untertrieben für diesen riesengroßen See, der als größte See ganz Südostasiens zählt. Durch seine ständig wechselnden Wasserstände hat er ein ganz eigenes Biotop geschaffen und zahlreiche Vogelarten haben hier ihre Heimat. Doch besonders sehenswert auf dem Tonle Sap sind seine schwimmenden Dörfer, sie sich mitten auf dem See befinden. Durch den ständigen wechselnden Wasserstand verändern sich auch immer wieder die Positionen der schwimmenden Häuser. Hier gibt es alles, was es in einem normalen Dorf auch gibt, angefangen von Geschäften bis hin zur Schule und Kirche. Dies alles kann man auf einer geruhsamen Bootstouren oder bei einer Fahrt mit dem Speedboot gut erkunden.

Ein besonderer Ort in Kambodscha sind die Killing Fields, die an die traurige und grausame Zeit während des Regimes der Roten Khmer erinnern. Unter der grausamen Regierung von Pol Pot wurde schätzungsweise mehr als zwei Millionen Menschen in der Zeit von 1975-1979 verschleppt, gefoltert und ermordet. Hier in den Killing Fields wurden Massenexekutionen durchgeführt und die Menschen hier einfach im Boden verscharrt. Im Memorial Park hier an diesem Ort kann man diesen Opfern gedenken.

Am Golf von Thailand, im Südwesten des Landes, liegt Sihanoukville. Viele sind der Meinung, dass es hier die schönsten Strände von Kambodscha gibt und dadurch, dass hier noch kein Massentourismus herrscht, kann man hier in aller Ruhe Schnorcheln, Tauchen, Segeln oder sich einfach nur am Strand erholen. Mit einem Wassertaxi kann man von hier aus auch eine der vielen kleinen vorgelagerten Inseln besuchen und dort in völliger Abgeschiedenheit entspannen.

Auf nur einem Meter über dem Meeresspiegel liegt direkt an der thailändischen Grenze die Stadt Koh Kong. Mit seinen etlichen Casinos gilt die Grenzstadt als Vergnügungsviertel Kambodschas. Die Glücksspieltempel sind vor allem für die Thailänder gedacht, denn dort ist das Glücksspiel verboten. Aber auch Touristen, die ihre Reisekasse aufbessern möchten, sind hier jederzeit herzlich willkommen. Doch nicht nur die Kasinos locken hier, sondern auch eine wunderschöne Landschaft mit vielen Flüssen, Wasserfällen und einsamen Dörfern.

Die drittgrößte Stadt in Kambodscha ist Battambang mit etwas mehr als 150.000 Einwohnern. Hier sind noch die Spuren der französischen Kolonialherrschaft zu bestaunen mit einer bemerkenswerten Architektur. Aber auch rund um die Stadt und in der näheren Umgebung gibt es viel zu bestaunen. Die Stadt gilt auch als die Hauptstadt der Skulpturen und überall trifft man auf Göttergestalten und mythologische Figuren aus Stein. Viele buddhistische Klöster, Tempelruinen und Pagoden können hier in der Umgebung in einer wunderschönen Landschaft besichtigt werden. Ganz in der Nähe gibt es auch eine Krokodilfarm, die aber nur etwas für ganz Mutige ist, denn hier gibt es so gut wie keine Absperrungen oder schützende Gitter.

Ein echtes Highlight ist die im Dschungel versteckte alte Tempelstadt Sambor Prei Kuk. Dies war im 7. Jahrhundert die Hauptstadt des Landes und noch heute findet man hier etwa 100 Gebäude, die romantisch im grünen Urwald versteckt liegen. Die Mauern sind von Pflanzen und Wurzeln überwuchert und man fühlt sich hier fast wie ein Entdecker auf geheimnisvollen Wegen.

Unentdeckte und nahezu unberührte Natur findet man im Nordosten von Kambodscha, in der Provinz Ratanakiri. Hier gibt es eine atemberaubend schöne Natur mit Dschungel, Wasserfällen und einem Vulkansee. Hier leben die Menschen noch nach ganz alten Traditionen und weit weg von jeglicher Zivilisation. Wer in diese Gegend reisen möchte, der muss allerdings den Flieger nehmen, denn Infrastruktur gibt es hier so gut wie keine.

In Phnom Penh sollte man auf jeden Fall das Nationalmuseum besuchen, das allein schon von seiner Architektur ein Höhepunkt ist. Das Gebäude wurde von 1917-1920 im Stil der Khmer erbaut und leuchtet wunderschön in warmen Terrakotta-Farben. Hier ist die Heimat der wichtigsten historischen und archäologischen Sammlung der reichhaltigen Geschichte des Landes. Weit über die Grenzen hinaus ist dieses Museum für seine Sammlung an Relikten aus der Zeit der Khmer, dem alten Kulturvolk Kambodschas. Unter dem Dach des Museums lebt die weltweit größte Ansammlung von Fledermäusen in einem von Menschenhand geschaffenen Gebäude und wenn hier die Dämmerung anbricht, erwacht hier die Fledermauskolonie zum Leben.

In unmittelbarer Nähe des Museums befindet sich der alte Königspalast, der im 19. Jahrhundert erbaut wurde und seitdem mehrfach verändert wurde. Dieser Palast kann allerdings nicht mit den Bauten in Europa verglichen werden, sondern besteht aus einem großen Komplex einzelner Gebäude, Höfen und weiteren Beiwerk. Hier gibt es unter anderem eine Buddha-Figur, die aus 90 Kilo Gold angefertigt wurde und mit über 9500 Diamanten verziert ist. Hinter einer Mauer befinden sich die Thronhalle oder auch die Silberne Pagode und hier wohnt noch immer der kambodschanische König. Aus diesem Grund ist der Komplex auch nur teilweise zu besichtigen.

Die größte Attraktion und Sehenswürdigkeit in Kambodscha sind die Ruinen von Angkor Wat, in der Nähe der Stadt Siem Reap. In dieser riesigen und beeindruckenden Tempelstadt, die vom 9. bis zum 15. Jahrhundert bewohnt war, lebten in deren Blütezeit mehr als eine Million Menschen. Heute allerdings sind nur noch die Ruinen der Tempel zu sehen und die einfachen Gebäude, in denen die Menschen lebten, sind längst zerfallen. Dieses Highlight darf man sich bei einem Besuch in Kambodscha auf keinen Fall entgehen lassen und muss unbedingt auf dem Programm stehen.