Hinweise für Vietnam Reisen

Auf dieser Seite haben wir für Sie interessante Infos und Reisetipps rund um Vietnam zusammengestellt. Sie erhalten von uns Zahlen und Fakten ebenso wie Geschichte, Kultur und Religion komprimiert um Sie ideal auf Ihre Rundreise in Vietnam vorzubereiten.

Vietnam & Kambodscha Rundreisen | Sehenswürdigkeiten in Vietnam | Wissenswertes zu Vietnam


Ländername
Sozialistische Republik Vietnam

Klima
subtropisch bis tropisch

Lage
8°34’N - 23°22’N

Größe
326.797 qkm

Hauptstadt (Einwohnerzahl)
Hanoi (3,5 Millionen)

Bevölkerung
81,4 Millionen, davon Minderheiten circa 9,9 Millionen - 54 ethnische Gruppen, unter anderem Hmong, Thai, Khmer, Chinesen (3%)

Landessprache
Vietnamesisch

Religionen, Kirchen
Buddhisten (circa 70%), Katholiken (circa 8%), rund 1,2% Protestanten, diverse synkretistische Religionen

Nationaltag
02.09. Unabhängigkeitstag

Zeitverschiebung
Der Zeitunterschied nach Deutschland beträgt MEZ + 6 Stunden, während der europäischen Sommerzeit + 5 Stunden. D. h. wenn es in Deutschland 12 Uhr ist, ist es in Saigon 18 Uhr.

Währung
Die lokale Währung in Vietnam ist der Dong. Viele Hotels und Restaurants akzeptieren aber nur US$. Bei kleineren Beträgen sollte man in Dong oder in 1-Dollar-Noten zahlen. Geldwechsel ist in Hotels und der State Bank of Vietnam möglich, auch wenn mittlerweile EURO gewechselt werden ist der US$ immer noch das am weitesten verbreitete Tauschmittel. Reiseschecks sollten in US$ ausgestellt sein und werden in US$ oder Dong eingelöst. Die meisten Hotels und Restaurants in Hanoi und Saigon akzeptieren Visa- und MasterCard, mittlerweile ist auch American Express gebräuchlich. Geldautomaten gibt es in Hanoi und Saigon (z.B. am Flughafen) und auch in einigen Hotels sind Barabbuchungen möglich, jedoch wird oft eine Kommission von 2-4% erhoben.

Geographie und Klima
Vietnam liegt in Südostasien und grenzt im Westen an Kambodscha und Laos und im Norden an China. Die vietnamesische Küste erstreckt sich auf etwa 3.000 Kilometer mit tausenden von Inseln am Golf von Thailand und dem Süd-Chinesischen Meer.
Die Fläche des Landes umfasst 331114 Quadratkilometer – damit ist Vietnam ungefähr so groß wie Deutschland.
Das Land besteht aus drei geographischen Regionen – dem tropischen Süden mit den Ausläufern des Mekong, der trockenen Region im Zentrum und dem Norden, der das Delta des Roten Flusses und die Gebirgsgegend umfasst. Das fruchtbare Ackerland des Mekong Deltas im Süden ist für Vietnam von großer landwirtschaftlicher Bedeutung. Der Großteil Nord-Vietnams ist bergig oder hügelig und von Dschungel bedeckt. Das Flachland besteht aus dem Delta des Roten Flusses und den Küstenebenen nördlich und südlich des Deltas. Die Gegend ist fast vollständig von Reisfeldern bedeckt und dicht besiedelt, mehr als ¾ der Bevölkerung lebt hier.
Das Klima in Vietnam ist je nach Region sehr unterschiedlich.
Im Norden
Die kalte Jahreszeit bringt zwischen November und April Temperaturen um 16°C. Zwischen Mai und Oktober liegen die Durchschnittstemperaturen bei 30°C, es ist feucht und heiß.
Im Zentrum
Hier besteht eine Kombination aus dem Klima des Nordens und des Südens. Im Südteil gibt es weniger Niederschlag und die Temperaturen sind ähnlich denen im Süden. Mehr Niederschlag und deutliche Temperaturunterschiede sind in den nördlichen Regionen zu finden.
Im Süden
Die Temperaturen bleiben fast das ganze Jahr über konstant 25-30°C. Die Trockenzeit dauert von November bis April und die Regenzeit von Mai bis Oktober. Von Juli bis November wird Vietnam immer wieder von Taifunen heimgesucht.

Geschichte
Um 111 vor unserer Zeitrechnung weitete die chinesische Han Dynastie ihren Einflussbereich nach Süden, in das Gebiet um den Roten Fluss aus. Die folgenden Jahrhunderte wurde der Norden des heutigen Vietnams stark von der chinesischer Kultur beeinflusst. Dazu gehört vor allem die Etablierung eines damals modernen Staats- und Verwaltungswesen. Die vietnamesischen Dynastien und der vietnamesische Kaiserhof folgten den Strukturvorbildern aus Peking. Bis in das 20. Jahrhundert wurde in offiziellen Publikationen die chinesischen Schrift gebraucht. 939 n Chr. fand die chinesische Fremdherrschaft ihr partielles Ende. Der Staat Dai Viet (Großvietnam) wurde gegründet. Doch erst das Jahr 1010 brachte die vollständige Unabhängigkeit von China.
Im Süden Vietnams etablierte sich im 1. Jahrhundert der christlichen Zeitrechnung das Königreich Funan. Gründer dieses Königreichs waren vermutlich Einwanderer aus Indien. Funan entwickelte sich über die nächsten Jahrhunderte zu einer See- und Handelsmacht ohne sich dabei flächenmäßig auszudehnen. Erst im 6. Jahrhundert wurde das bereits geschwächte Funan vom Königreich Champa erobert. Das in Zentralvietnam gelegene Gebiet der Champa etablierte sich im 2. Jahrhundert nach Christus. Gegründet wurde es vom Volk der Cham, einer ethnischen Gruppe, welche vermutlich aus einem Gebiet einwanderte, das heute zu Indonesien gehört. Das Ende des Königreichs Champa fiel in das Jahr 1471. Nachdem das vietnamesische Kaiserreich über die Jahrhunderte langsam nach Süden ausgedehnt hatte, eroberten die vietnamesische Truppen der Le-Dynastie das Gebiet der Cham. Lediglich die Region um das heutige Nha Trang blieb Cham-Siedlungsgebiet. Doch auch dieser Enklave drohte 1720 der Untergang. Die verbliebenen Cham zogen sich in ein Gebiet nördlich des Tonle Sap im heutigen Kambodscha, zurück.
Im 18. Jahrhundert dehnte sich die vietnamesische Nation weiter nach Süden aus, ins Mekongdelta, das bis zu dieser Zeit von Khmer besiedelt wurde.
Mit dem Jahr 1859 begann eine neue Epoche vietnamesischer Geschichte:
französische Truppen eroberten Saigon. Drei Jahre später trat der vietnamesische Kaiser Tu Duc Südvietnam an Frankreich ab. Die Kolonie Cochin China wurde errichtet. 1883 wurde auch der Rest des Reiches dem französischen Protektorat eingegliedert.
1941 ging aus der von Ho Chi Minh 1930 gegründeten Partei Indochinas die Freiheitsbewegung Vietminh (Unabhängiges und Alliiertes Vietnam) hervor, die nach der französischen Niederlage im 2. Weltkrieg und der durch die Japaner das gesamte Land erfasste. Im August 1945 musste Japan bedingungslos kapitulieren. Zwei Tage später übernahm das Nationale Komitee zur Befreiung Vietnams, ein Organ von Vietminh, unter Führung von Ho Chi Minh die provisorische Regierung. Am 2.9.19445 erklärte Ho Chi Minh die Unabhängigkeit des Landes und proklamierte die Demokratische Republik Vietnam (DRV). Entgegen dem französisch-vietnamesischen Abkommen vom 6.3.1946, das der DRV den Status eines feien Staates innerhalb der Französischen Union zuerkannte, betrieb Frankreich eine Rekolonialisierungspolitik, der Vietminh Widerstand entgegensetzte. Durch die Niederlage in Dien Bien Phu am 7. 5. 1954 wurden die bewaffneten Kämpfe beendet. Die Franzosen erklärten sich in Genf zum Abzug der Truppen bereit.
Das Genfer Abkommen schaffte eine Damarkationslinie am 17. Breitengrad: ein kommunistisches Nordvietnam und ein kapitalistisches Südvietnam entstand. In den Jahren 1959-1963 steuert die kommunistische Regierung Nordvietnams eine Kurs eskalierender militärischer Konfrontation. Über 40.000 nordvietnamesische Guerilla-Kämpfer werden im Süden des Landes stationiert. Als militärische Versorgungslinie der Kommunisten in Südvietnam dient der sog. Ho-Chi-Minh-Pfad, der auf laotischem und kambodschanischem Gebiet verläuft.
1961 schickt die neu gewählte amerikanische Regierung erste Militärberater und Spezialeinheiten nach Saigon. Die amerikanischen Bombenangriffe auf Nordvietnam ab 1964 brachten zwar erhebliche Verluste und Zerstörungen, unterbanden jedoch den Nachschub nach Süden nicht.
Auf der Höhe des Vietnam-Kriegs, 1968, hatten die USA rund eine halbe Million Soldaten in Vietnam stationiert. Am 1. Februar 1968 begannen die Truppen der nationalen Befreiungsarmee mit ihrer groß angelegten Tet-Offensive. Diese Offensive des sog. Vietcong gilt als Wendepunkt im Vietnam-Krieg. Die US-Regierung war nun nicht mehr primär am Kriegsgewinn interessiert; das oberste Ziel wurde der Rückzug aus einem offenbar nicht mehr zu gewinnenden Krieg. 1969 begannen in Paris Verhandlungen zwischen den USA, Süd-Vietnam, Nordvietnam und dem Vietcong zum Rückzug der amerikanischen Truppen aus Vietnam. 1973 wurde ein Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet. Schon im März verließen die letzten amerikanischen Truppen das Land. Zwei Jahre später führte eine groß angelegte Offensive zur Besetzung Saigons durch nordvietnamesische Truppen. Eine Epoche des Krieges war beendet. Im Jahr 1979 wurde offiziell die Wiedervereinigung von Nord- und Süd-Vietnam vollzogen.
Mitte der 80er Jahre führt das wirtschaftliche Reformprogramm „doi moi“, zur zunehmenden Öffnung des Landes. Anfang der 90er Jahre wurde eine neue Verfassung verabschiedet, die das Recht auf Privateigentum zusichert.
Nach der Verfassung vom April 1992 ist Vietnam eine sozialistische Republik. Staatsoberhaupt ist der Staatspräsident. Die Exekutive liegt bei der Regierung unter dem Premierminister, die Legislative bei der Nationalversammlung, die den Staatspräsidenten und den Premier wählt. Beherrschende Partei ist die kommunistische Partei Vietnams. Am 3.2.1994 hob der US-Präsident das Wirtschaftsembargo gegen Vietnam auf. 1996 wurde Vietnam ASEN-Mitglied.

Religion
Vietnam ist geprägt von einer vielfältigen Glaubenskultur. Zu den praktizierten Glaubensrichtung gehört der Buddhismus, der Konfuzianismus , der Taoismus, der Katholizismus und der Protestantismus, der Islam sowie der Animismus. Gemeinsam mit dem häufig praktizierten Ahnenkult, formen alle zusammen eine Lebensweise, die den Alltag der Vietnamesen durchdringt und ihr Verhalten bestimmt.

Bevölkerung
Die Bevölkerung Vietnams, mit Rund 78 Millionen Einwohnern, weist eine außergewöhnliche Homogenität auf: 85- 90% aller Einwohner sind ethnische Vietnamesen. Obwohl die Vietnamesen von chinesischen Traditionen beeinflusst wurden, hat sich durch den Kampf um politische Unabhängigkeit ein ausgeprägter Sinn für nationale Identität entwickelt. Durch fast 100 Jahre französischer Herrschaft standen die Vietnamesen auch unter europäischem Einfluss. Die Familie und Ahnenverehrung spielt aber weiterhin eine wichtige Rolle und spiegelt die weiterlebenden Traditionen wieder. Verschiedene ethnische Gruppen machen die restlichen 10% der Bevölkerung aus. Dazu gehören ca. 1,2 Millionen Chinesen, konzentriert im Süden Vietnams, verschiedenen Minderheiten in den Gebirgsregionen Vietnams und die sog. Khmer Krom, die früher den ganzen Süden besiedelten, jetzt jedoch nur einige Provinzen nahe der kambodschanischen Grenze. Die Cham, ursprünglich aus Indonesien zugewandert, sind die Nachfahren des einstmals mächtigen Königreiches Champa, welches im 16. Jahrhundert von den Vietnamesen zerstört wurde.
80% der Bevölkerung ist unter 40 Jahre alt; mit 6 Millionen Einwohnern ist Ho Chi Minh City zur größten Stadt Vietnams geworden.

Sprache
Vietnamesisch ist eine eigenständige Sprache, die sich sowohl aus südostasiatischen wie ostasiatischen Elementen zusammensetzt. In den jeweiligen Regionen wird Dialekt gesprochen. „Hoch“-Vietnamesisch wird im Norden gesprochen. Ein Erbe der französischen Kolonialzeit ist die in romanischen Lettern gehaltene Schrift.
Französisch wird von vielen Älteren gesprochen, Englisch hingegen vor allem von der jungen Bevölkerung. Viele Ärzte, Facharbeiter und Techniker sprechen als Fremdsprache Deutsch oder Russisch, da sie in der ehemaligen DDR oder Sowjetunion ausgebildet worden sind.

Essen und Trinken
Die vietnamesische Küche ist eine Mischung aus chinesischen, französischen und thailändischen Einflüssen. Reis und die berühmte Fischsoße „nouc mam“ sind die Hauptbestandteile der vietnamesischen Küche. Eine der Spezialitäten sind Frühlingsrollen – Zutaten und Größe variieren je nach Region. Bedingt durch die Lage an der 3000 km langen Küste, spielen Fisch und andere Meeresfrüchte eine wichtige Rolle in der vietnamesischen Küche. Zum Frühstück wird meist eine Suppe gegessen, doch wird in Hotels und einigen Restaurants auch ein westliches Frühstück angeboten. Überall im Land findet man gute Restaurants mit westlichen, chinesischen, thailändischen und japanischen Speisen. Das Angebot an Früchten variiert je nach Jahreszeit. Das traditionelle Getränk ist „tra“, grüner Tee, der , wenn gewünscht nach jedem Essen serviert wird. Weiterhin erhältlich sind Kaffee, Erfrischungsgetränke wie Cola, Softdrinks, Mineralwasser, Soda und Bier.

Feiertage und Feste
Der vietnamesische Kalender ist eine Mischung aus Sonne- und Mondkalender. Der Mondkalender beginnt 2637 v. Chr. Mit dem Jahr 1. Jeder Monat besteht aus 29 oder 30 Tagen – das Jahr hat 355 Tage. Damit das Mondjahr mit dem Sonnenjahr übereinstimmt, wird alle drei ein zusätzlicher Monat zwischen dem 3. Und 4. Monat eingeschoben.

Februar
Jahrestag der Gründung der kommunist. Partei Vietnams
Tet-Fest (beweglicher Feiertag)
Das vietnamesische Neujahrsfest dauert eine Woche. Das Fest hat in Vietnam besondere Bedeutung – nach vietnamesischem Glauben bestimmen die Ereignisse dieser Woche das ganze folgende Jahr. Die Häuser werden mit Blumen geschmückt und Tage vor dem Fest dominieren zahlreiche Blumenmärkte das Straßenbild.
„Elephant Race Day“ (beweglicher Feiertag)
Elefantenrennen bei der M’oung-Minderheit im zentralem Hochland bei Buon Me Thuot.

April
Tag der „Befreiung“ des Südens

Mai
Internationaler Tag der Arbeit
Geburtstag Ho Chi Minhs
Khmer Neujahr (beweglicher Feiertag)
Es findet Festlichkeiten in allen Khmer-Pagoden des Mekong-Deltas statt

September
Nationalfeiertag
Do-Son-Büffeltag (beweglicher Feiertag)
In Haiphong werden Büffelkämpfe ausgetragen.
Mittherbst-Fest (beweglicher Feiertag)
Kinder tragen in Umzügen Laternen durch die Straßen. Speziell zu diesem Fest wird ein Mondkuchen aus Klebreis, Lotussamen, Erdnüssen, Eigelb, Rosinen und Zucker hergestellt.

Oktober
Ka Te Fest (beweglicher Feiertag)
Neujahrsfest der Cham.

November
Oc Om Boc Fest (beweglicher Feiertage)
Traditionelles Erntedankfest der Khmer im Süden Vietnams mit Bootsrennen

Dezember
Weihnachten
Es finden Messen und Gottesdienste in den katholischen und protestantischen Kirchen statt.

Sehenswürdigkeiten
Vietnam ist geprägt von großen Kulturen und frühem Reichtum, aber auch von einer sehr wechselhaften und oft tragischen Vergangenheit. Doch inzwischen hat sich viel verändert – Vietnam hat heute zu seiner inneren Ruhe und seinen Traditionen zurückgefunden. Nach einer 15jährigen Periode der Isolation öffnet sich Vietnam langsam wieder dem Ausland und gewährt dem Besucher Einblick in seine über 4000 Jahre alte Kultur.

Hanoi
Vietnams liebenswerte Hauptstadt entspricht so gar nicht dem Bild sozialistischer Großstädte. Die französische Kolonialzeit hat deutlichere Spuren hinterlassen als 40 Jahre Sozialismus. Zu den Hauptsehenswürdigkeiten gehört die durch die UNESCO geschützte Altstadt, der „See des Zurückgegebenen Schwertes“, Vietnams älteste Universität, der sog. Literaturtempel, die „Einbeinige Pagode“, das Ho-Chi-Minh-Mausoleum sowie verschiedene Pagoden und Tempel. Ein Besuch des weltberühmten Wasserpuppentheaters sollte natürlich nicht fehlen. Für Hanoi sollte sich der Besucher ca. 2 Tage Zeit nehmen.

Halong Bucht
Diese Bucht gehört sicherlich zu den beeindruckendsten Landschaften der Erde: Tausende kleiner Inseln und Kalkfelsen voller Höhlen und Grotten in smaragdgrünem Wasser lassen die „Drachen“ - Legende glaubhaft erscheinen. Nach ihr hinterließ ein Drache diese Naturschönheit bei seiner Flucht ins Meer. Er soll zwar heute noch hier wohnen, aber bis zu seinem Auftauchen genießt man auf einer Bootsfahrt alle Friedlichkeit und Ruhe der Welt. Und für Gourmets: Mittags legen kleine Fischerboote an und verkaufen frisch gefangene Meeresfrüchte, die anschließend direkt an Bord zubereitet werden. Für die Halong Bucht sollten sie sich mindestens einen Tag Zeit nehmen.

Hué
Die Kaiserstadt des 19. Jahrhunderts war lange Zeit kulturelle und geistige Mitte Vietnams. Fragt man die Vietnamesen, sind die Menschen hier besonders schön, romantisch und freundlich. 2 – 3 Tage lassen sich hier problemlos mit vielen Besichtigungen ausfüllen. Zu den Hauptsehenswürdigkeiten gehört der alte Kaiserpalast, die Zitadelle und die Thien Mu Pagode, eines der Wahrzeichen Vietnams. Höhepunkt ist eine Bootsfahrt auf dem Duftfluss zu einem der sechs beeindruckenden Kaisergräber in der Umgebung Hues.

Danang
Die Straße von Hue nach Danang führt über den berühmten Wolkenpass, dem wohl spektakulärsten Abschnitt der Nationalstraße 1. Die Hauptsehenswürdigkeit Danangs ist das Cham Museum, eine Sammlung von Exponaten der Cham Kultur, der „Urbevölkerung“ Zentralvietnams. In der näheren Umgebung befinden sich die Marmorberge und der legendäre China Beach. Der China Beach ist berühmt für seine Wellen, die schon surfende GIs während des Vietnam Krieges zu nutzen wussten.

Saigon
Die heutige Ho-Chi-Minh-Stadt ist längst wieder zum pulsierenden Wirtschaftszentrum Vietnams geworden. Für viele ist das heutige Saigon das „Paris des Ostens“, mit den besten Restaurants, Cafés und einem ausgeprägten Nachtleben; dazu die restaurierten Kolonialhotels wie das Majestic, das Continental und das Rex. Sehenswert sind neben einigen Tempeln und dem Palast des Jadekaisers besonders das Leben in Saigons chinesischer Zwillingsstadt Cholon. Für Saigon sollten mindestens zwei Tage eingeplant werden.

Mekong-Delta
Das Delta besticht durch eine Landschaft unendlicher Reisfelder und Mangrovensümpfe, alte Khmer-Tempel und wunderschöne Strände. Sehenswert sind vor allem Vinh Long, Ha Tien mit seinem schönen Strand sowie Soc Trang und Tra Vinh mit ihren Khmer-Pagoden. Der Aufenthalt im Mekong-Delta sollte zwei Tage nicht unterschreiten.

Gesundheit
Impfungen sind für die Einreise nach Vietnam nicht vorgeschrieben. Dennoch sind die üblichen Impfungen für Reisen in Tropengebiete zu empfehlen, z. B. Typhus, Hepatitis A und B, Tetanus, Polio. Ebenso ist eine Malariaprophylaxe anzuraten. Reisende sollten alle Vorkehrungen treffen um Moskitostiche zu vermeiden, z.B. durch ein starkes Mückenschutzmittel, Moskitonetze und evtl. Mückenspiralen. Auch Dengue-Fieber wird wie Malaria von Anopheles-Mücken übertragen, hat ähnliche Symptome, tritt jedoch nicht in Schüben auf und hat keinen tödlichen Verlauf. Für Dengue-Fieber gibt es keine medizinische Prophylaxe, es können nur die Symptome behandelt werden. Tollwut ist weit verbreitet, Reisende sollten sich von Hunden und anderen beißenden Tieren fernhalten.
Dringend zu empfehlen ist eine Reiseversicherung und eine sehr gut ausgerüstete Reiseapotheke. Ausbildungsstand der Ärzte und Ausstattung der Krankenhäuser kann als sehr schlecht bezeichnet werden. Im Falle einer umfangreicheren Behandlung oder notwendigen Operation ist anzuraten, diese besser in den Nachbarländern Singapur oder Malaysia vornehmen zu lassen.
Leitungswasser sollte, wenn überhaupt, nur abgekocht getrunken und auf Eis in Getränken verzichtet werden. In Hotels kann das für Tee bereitstehende heiße Wasser benutzt werden. Auf Salat am Besten ganz verzichten und nur selbstgeschältes Obst verzehren.

Weitere Informationen zur Gesundheit auf Reisen erhalten Sie auch in Internet unter:
http://www.fit-for-travel.de

Visum


Deutsche Staatsangehörige benötigen für einen kurzfristigen Aufenthalt von maximal 15 Tagen aktuell kein Visum für die Einreise nach Vietnam. Diese Regelung ist allerdings aktuell bis 30.06.17 befristet. Die Visumseinholung für ausländische Teilnehmer ( z. B. Schweizer, Österreicher) muss vor der Reise in Eigenregie bei den jeweils zuständigen Botschaften erfolgen. Deutsche Reiseteilnehmer die sich länger als 15 Tage in Vietnam aufhalten (z. B. Badeverlängerungen) oder ein zweites Mal nach Vietnam einreisen, etwa für eine Badeverlängerung in Vietnam nach einem Aufenthalt in Kambodscha, müssen ebenfalls vorab selbst ein Visum einholen. Ein reiner Transitaufenthalt zwecks Flugzeugwechsel auf einem vietnamesischen Flughafen z. B. auf dem direkten Rückweg von Kambodscha über Vietnam nach Frankfurt zählt nicht als erneute Einreise.

Schweizer Staatsangehörige benötigen einen Original-Reisepass mit einer Gültigkeit von mindestens 6 Monaten. Ein Visum für die Einreise nach Vietnam kann persönlich oder durch einen Vertreter bei der Konsularabteilung der Botschaft beantragt werden. Die Visum-Beantragung per Postweg ist auch möglich. 3 bis 5 Arbeitstagen ab dem Eingang der Unterlagen. Es ist zu empfehlen, ausreichende Unterlagen rechtzeitig, mindestens 7 Arbeitstagen,  vor ihrer Abreise einzureichen.

Botschaften und Konsulate

In Deutschland:
Botschaft der Sozialistischen Republik Vietnam
Elsenstraße 3
12435 Berlin
Tel: 030 – 53630101/05
Fax: 030 – 53630100

In der Schweiz:
Botschaft von Vietnam
Konsularabteilung
Schlösslistrasse 26
CH- 3008 Bern
Tel. 031 388 78 78/74
Fax. 031 388 78 79


Adresse der Deutschen Botschaft:

29 Tran Phu, Hanoi

Tel.: 04/8453836

Adresse der Schweizer Botschaft:

Hanoi Central Office Building
15th Floor
44B Ly Thuong Kiet Street, Hanoi

Tel.: 84 4 3934 6589



Flughafensteuern / Fluggesellschaften
Vietnam verfügt über zwei internationale Flughäfen: Saigon und Hanoi. Die Flughafensteuern (z.Zt € 12,- Stand April 2007) sind bereits im Flugticket enthalten.

Elektrizität
Meistens 220 Volt, teilweise auf dem Land noch 110 Volt. Die üblichen Batterien sind überall erhältlich.

Wichtige Telefonnummern in Saigon
SOS/IMC Medical Centre 8294386
Einreisebehörden 8299398
Vietnam Airlines (domestic) 8299980

Wichtige Telefonnummern in Hanoi
Feuerwehr 08
Polizei 03
Erste Hilfe 05
Einreisebehörden 8260919
Vietnam Airlines 8216666

Post
Auslandspost nach Europa und Übersee ist zwischen 7 Tagen und zwei Wochen unterwegs.

Telefon und Fax
Internationale Fax- und Telefongespräche sind von den meisten privaten Hotels, Business Centern und Postämtern möglich. Viele Hotels verfügen über IDD. In den internationalen Hotels belaufen sich die Gebühren auf ca. 7 US$ pro Minute. Mittels einer IDD-Telefonkarte kann von entsprechend ausgerüsteten öffentlichen Telefonzellen selbst in das Ausland gewählt werden.

Zollbestimmungen
Zollfrei eingeführt werden dürfen: Gegenstände des täglichen Bedarfs wie Kleidung, Wäsche, Schuhe, Toilettenartikel etc. Dazu zählen auch:
persönlicher Schmuck
1 Walkman
1 Fotokamera mit Filmen
1 Kofferradio
1 Videokamera mit Filmen
1 Reiseschreibmaschine
1 Filmkamera mit Filmen
1 Fernglas
1 Kassettenrecorder
1 Rasierapparat
1 Diktiergerät
1 Haarfön
Um Schwierigkeiten bei der Ausreise zu vermeiden, müssen mitgeführte Kameras, Kassettenrecorder, Tonband-, Diktier- und ähnliche Geräte bei der Einreise schriftlich deklariert werden!
Zollfrei sind außerdem: 400 Zigaretten oder 100 Zigarren oder 100 g Tabak; 1 Flasche Spirituose; - 1 angemessene Menge Parfüm
Die Ausfuhr von Antiquitäten ist verboten.

Devisenbestimmungen
Währungseinheit ist der Dong (D)
Derzeitiger Devisenkurs:
1USD = ca. 18.87 DONG
1EUR = ca. 24.28 DONG ( Stand August 2010 )
Dong in Noten dürfen nicht bei Ein- und Ausreise mitgeführt werden. Einfuhr von Fremdwährungen ist nicht beschränkt; ab 7.000 USD Gegenwert ist aber eine Deklaration erforderlich. Deklarationsformulare sind für Ausreise gut aufzubewahren. Devisen (USD, EUR) können bei der Vietcom-Bank oder an den Wechselstellen in den Hotels umgetauscht werden. Umtauschbelege wegen Überprüfung bei der Ausreise gut aufbewahren. Außer Bargeld werden auch Travelllers`Cheques (in USD) und intern. Kreditkarten in größeren Hotels, Reisebüros, Agenturen und Geschäfte angenommen.
Hinweise: US-Dollar Bargeld sollte auch in kleinen 1-, 5- und 10-Dollar-Notenmitgeführt werden

Sonstiges
Der Gebrauch von Kameras, Diktiergeräten, Tonaufnahmegeräten ist im Bereich des Flughafens verboten.

Trinkgeld
In den Hotels kommt meist ein Service-Zuschlag von 5-10 Prozent auf die Rechnung. Trinkgelder werden zunehmend gern genommen, im Restaurant ca. 10 Prozent, Kofferträger und Chauffeur ca. 10.000 Dong, auch im Taxi wird aufgerundet.

Sicherheit und Gefahren
Vietnam ist in den letzten Jahren für Reisenden relativ sicherer geworden. Dennoch sind einige Gefahrenpunkte besonders für Touristen zu beachten:
Wertsachen im Hotelsafe aufbewahren.
Nach Anbruch der Dunkelheit dunkle und einsame Straßen meiden.
Im Gedränge besonders auf Taschen und Fotoapparate Acht geben.
Dringend gewarnt wird vor Erwerb und Besitz von Rauschgiften aller Art.