Hinweise für Kambodscha Reisen

Auf dieser Seite möchten wir Ihnen einige Reiseempfehlungen, Hinweise und Tipps rund um Reisen, Sitten und Gebräuche in Kambodscha geben. Sie finden hier gesammelt wichtige Informationen, Telefonnummern ebenso wie Zahlen und Fakent und Wissenswertes rund um Geschichte, Geographieu und Klima in Kambodscha.


Vietnam & Kambodscha Rundreisen | Reisetipps für Kambodscha | Sehenswürdigkeiten Kambodscha



Ländername
Königreich Kambodscha

Klima
feuchtheißes Monsunklima

Lage
am Golf von Thailand, grenzt im Nordwesten an Thailand, im Norden an Laos, im Osten an Vietnam

Größe
181.035 qkm

Hauptstadt
Phnom Penh

Bevölkerung
(Gesamtzahl, ethnische Zusammensetzung, Wachstumsrate): 14,1 Millionen (etwa 90 % Khmer, 5 % Vietnamesen, 1 % Chinesen, 4 % Cham), Wachstumsrate 1,8 %. In der Hauptstadt über 1.500.000 Einwohner.

Landessprache
Khmer

Religionen / Kirchen
Buddhisten (Theravada) 95%, Moslems 4%, Sonstige 1%

Nationaltag
9. November (Entlassung a.d. französischen Protektorat)

Geographie und Klima
Kambodscha liegt in Südostasien und gehört zu der unter französischer Kolonialherrschaft zusammengefassten Region Indochina. Es grenzt an Vietnam, Laos und Thailand. Die kambodschanische Küste erstreckt sich am Golf von Thailand auf etwa 340 Kilometer.
Die Fläche des Landes umfasst 181.035 Quadratkilometer ‑ damit ist Kambodscha ungefähr halb, so groß wie Deutschland oder etwas mehr als doppelt so groß wie Österreich. Die Hauptstadt des Landes ist Phnom Penh.
Zwei Drittel von Kambodscha bestehen aus dem kambodschanischen Becken, dessen größte Flüsse der Mekong und der Tonle Sap sind. Das Becken liegt 5 bis 30 Meter über dem Meeresspiegel und wird während der Monsunzeit größtenteils überflutet‑ In diesen Ebenen, die für Kambodscha von großer landwirtschaftlicher Bedeutung sind, lebt der größte Teil der Bevölkerung. Der Monsun und das Element Wasser bestimmen den Lebensrhythmus der Menschen in Kambodscha. Die Regenzeit von Mai bis Oktober verwandelt die Böden Jahr für Jahr in fruchtbares Ackerland. Auch die faszinierende Hochkultur von Angkor konnte nur dadurch entstehen, dass Wasser im Obermaß vorhanden war.
Der See Tonie Sap, einst ein Meeresarm, ist der größte Binnensee Südostasiens. Jedes Jahr während der Monsunzeit ändert sich die Fließrichtung des Flusses Tonle Sap, über den sonst das Wasser des Sees ins Mekongdelta abgeleitet wird. Vor den Toren von Phnom Penh begegnen sich der Fluss Tonle Sap und der Mekong.
Das Klima in Kambodscha wird vom Monsun bestimmt. Während der Regenzeit zwischen Mai und Oktober bläst der Südwestmonsun und bringt dem Land große Mengen an Niederschlag. Die Trockenzeit dauert von November bis April. Im Verlauf eines Jahres ändert sich vor allem die Luftfeuchtigkeit. Die Temperaturen bleiben hingegen fast konstant. Während der Regenzeit erhöht sich die Luftfeuchtigkeit bis auf 90%, doch in der Trockenzeit kann sie tagsüber sogar auf weniger als 50% sinken. Die durchschnittlichen Höchsttemperaturen schwanken zwischen 30 und 34 Grad.
Wirtschaft
20 Jahre Bürgerkrieg hatten Kambodscha zu einem der ärmsten Länder der Erde gemacht, Vor und nach den Wahlen von 1993 stieg die Inflationsrate auf 340% und die Provinzstädte wurden von Arbeitsuchenden und Bettlern überschwemmt. Ausländische Investoren verhielten sich angesichts der vielfältigen Probleme des Landes zögerlich. Korruption und Monopolbildungen stellen momentan die größten Hemmnisse der wirtschaftlichen Entwicklung dar. Die Wirtschaftsstruktur hat sich bislang wenig verändert: Das BIP setzt sich zu 51 % aus Land‑, Forstwirtschaft und Fischerei, zu etwa 35 % aus dem Handel und anderen Dienstleistungen sowie zu knapp 14 % aus der Industrie zusammen. Allerdings ist ein Rückgang des inflationären Drucks sowie ein realer Zuwachs des BIP zu beobachten. Ziel der Regierung ist die Verbesserung bzw. der Aufbau finanzieller‑ und administrativer Strukturen im Land. Besondere Aufmerksamkeit wird der Förderung des Tourismus geschenkt, von dem man sich hohe Deviseneinnahmen verspricht.

Sehenswürdigkeiten
Kambodscha, das lange Zeit unerreichbare Land, geprägt von einer über tausend Jahre alten Hochkultur, empfängt wieder Gäste aus aller Weit. Kambodscha ist mit dem einmaligen Wunderwerk Angkor, seinen zahllosen Tempeln, den Lebensadern Mekong und Tonle Sap, seiner unberührten Küste und den freundlichen Menschen eine wahre Schatzkammer in Südostasien.

Phnom Penh
Obwohl sich Phnom Penh zu einer typischen asiatischen Großstadt entwickelt, hat es seinen provinziellen Charme noch nicht verloren. Überall in der Stadt trifft der Besucher auf Relikte der französischen Kolonialzeit, die von einer wahrlich beeindruckenden Epoche zeugen und Phnom Penh ihren unverwechselbaren Stempel aufgedrückt haben. Sehenswert sind in jedem Fall der Königspalast und die danebenliegende Silberpagode, das Nationalmuseum, das Toul‑Sleng‑Museum, das sich mit Kambodschas traumatischer Vergangenheit beschäftigt und der Wat Phnom, ein künstlicher Hügel, der der Stadt ihren Namen gab. Für Phnom Penh sollte sich der Besucher ca. 2 Tage Zeit nehmen.

Siem Reap
Das Städtchen dient in erster Linie als ein Ausgangspunkt für den Besuch des nahegelegenen Angkor. Besucher, die aus dem hektischeren Phnom Penh kommen, sind dankbar für die Beschaulichkeit der etwa 50.000 Einwohner zählenden Kleinstadt. Sehenswert sind hier die Märkte, der SiemReap‑Fluss, eine Krokodilfarm, sowie die Conservation Angkor, die an der Straße nach Angkor liegt.

Angkor
Das Wort "Angkor' steht für eine mythische Hochkultur aus der Zeit der Jahrtausendwende, die nach ihrer Blütezeit im tropischen Urwald versank und zweimal, 1860 und 1992, für die westliche Welt wiederentdeckt wurde. Gemäß dem hinduistischen Glauben war der König von Angkor ein Gott auf Erden, und seine Stadt und Bauwerke stellten das Universum im Kleinformat dar. Die Architektur wurde von Indien beeinflusst. Doch schon bald verwandelten die begabten Baumeister dieser Epoche ihre Ideen und ihre eigene Kreativität in einen eigenen, für Angkor typischen Baustil. Hervorstechend ist die exakte Grundsymmetrie eines jeden Heiligtums. Aber auch die Wasserbecken, die das Urmeer symbolisieren, die Steinwälle, die die Erde umgebenden Bergketten darstellen und insbesondere der Turm im Zentrum, der den Berg Meru, das mythologische Zentrum der Welt, verkörpert und von den Göttern bewohnt wird, hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Weitere, wenn auch nicht so bedeutende Einflüsse auf die Architektur kamen aus Java und China. Angkor Wat ist das größte religiöse Bauwerk der Erde. Seine Umgebung hat die dichteste Ansammlung von Tempeln auf der Welt. Kein anderes Monument in Angkor wurde bisher so aufwendig restauriert wie dieser gewaltige Tempel, der in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts erbaut wurde. Wer das Heiligtum betritt, die ungeheure Größe der Anlage durchschreitet, die bis ins Detail durchdachte Geometrie der Architektur begreift und die unvorstellbare Schönheit der Skulpturen und Flachreliefs sieht, wird sich wie in einem Traum vorkommen. Angkor Wat ist die Seele des Volkes der Khmer und wurde 1992 zum Erbe der Menschheit gekürt.
Unbedingt sehenswert sind auch Angkor Thom, die Stadttore, der Bayon, Baphuon, Phimeanakas, die Elefantenterrasse sowie viele andere Tempel und Bauwerke. Zwischen den historischen Ruinen herrscht ein Leben, das sich seit Jahrhunderten nicht geändert zu haben scheint. Buddhistische Pilger besuchen die zu riesigen Mausoleen errichteten Tempel, während in safrangelbe Roben gekleidete Mönche ihren rituellen Aufgaben nachgehen. Für Angkor sollten sie sich mindestens drei Tage Zeit nehmen.

Kampong Som (Sihanouk Ville)
Kambodschas schöne Strände liegen an der Küste des Golfs von Thailand. Kampong Som ist empfehlenswert für Reisende, die ruhige Strände und Beschaulichkeit dem kommerziellen und auf westliche Bedürfnisse zugeschnittenen Nachtleben der thailändischen Badeorte vorziehen. Die touristische Infrastruktur ist inzwischen gut und verbessert sich weiter: es gibt komfortable Hotels, gute Restaurants und ein noch bescheidenes Nachtleben; das Meer ist ideal für Wassersport wie Segeln und Schnorcheln. Für Kampong Som sollte man mindestens 2‑3 Tage einplanen.

Banlung
Dies ist die Hauptstadt der Provinz Rattankirti im Nordosten von Kambodscha und noch immer eine der unentdeckten Regionen Indochinas. Man kann den kambodschanischen Dschungel erkunden, verschiedene ethnische Minderheiten mit ihren verschiedenen Traditionen erleben oder mit etwas Glück sogar Elefanten sehen. Ein Aufenthalt von mindestens 3 Tagen ist zu empfehlen.

Geschichte
Entsprechend der Legende folgte ein indischer Brahmane im ersten Jahrhundert einem Traum: sein Glück am großen See Kambodschas zu finden. Dort heiratete er Prinzessin Soma, Tochter des Naga Königs und gründete das erste kambodschanische Königreich. Von Historikern als das "Funan‑Reich" bezeichnet, gilt das erste Königreich als ältester, von indischer Kultur geprägter Staat in Südostasien. Die Übernahme des Funan‑Reiches durch die Khmer Mitte des 6. Jahrhunderts, legte den Grundstein für das Khmer‑Imperium, eine Macht die Südostasien für mehrere Jahrhunderte mitbeherrschte. Von 800 n.Chr. an, nahmen die Khmer‑Könige ihren Sitz nördlich des Tonle Sap Sees im Nordwesten Kambodschas ein.
Seinen politischen und kulturellen Höhepunkt erlebte das Reich im zwölften Jahrhundert. In die Zeit der Jahrtausendwende fällt* auch die Entstehung Angkors, der größten Ansammlung religiöser Tempel auf der Welt.
Trotz der glorreichen Vergangenheit wurde das Khmer‑Reich zunehmend durch vietnamesische und siamesische Angriffe geschwächt. Die Existenz des Reiches konnte Mitte des 19. Jahrhunderts mit Hilfe Frankreichs gesichert werden. Jedoch nur unter der Bedingung, ein französisches Protektorat auf kambodschanischem Boden zu errichten. Ab 1884 gehörte Kambodscha mit Annam, Tonkin, Cochin‑China und Laos zur Indochinesischen Union.
Erst der Einmarsch japanischer Truppen 1945 beendete kurzfristig die französische Kontrolle über das Land. Die von König Norodom Sihanouk ausgerufene unabhängige, antikoloniale Regierung wurde noch im selben Jahr von Frankreich abgesetzt. Obwohl Kambodscha nun als autonomes Königreich innerhalb der Indochinesischen Union galt, wurde der Ruf nach vollständiger Unabhängigkeit zunehmend lauter. Doch erst am 9. November 1953 wurde Kambodscha in die Unabhängigkeit entlassen – nach dem Tod seines Vaters, wurde Prinz Norodom Sihanouk zum König ernannt. Ab 1965 destabilisierten wirtschaftliche und politische Probleme das Land erneut, bis 1970 der Vietnamkrieg über Kambodscha hereinbrach. Noch während des gleichen Jahres wurde die Regierung durch General Lon Noi, dem pro‑amerikanischen Führer der kambodschanischen Armee, gestürzt. Die Wirren des Vietnamkriegs :nutzte auch Pol Pot.
1975 marschierten die kommunistischen "Khmer Rouge" in Phnom Penh ein und ihr Führer Pol Pot übernahm die Macht im Land. Bis 1979 terrorisierten die Khmer Rouge das Land und töteten ca. zwei Millionen Menschen ‑ ein Drittel der Gesamtbevölkerung Kambodschas. Erst der Einmarsch vietnamesischer Truppen beendete den Genozid. Ein vietnamesisches Marionettenregime wurde installiert.
Eine erste Friedenskonferenz in Paris brachte kleine Fortschritte im Hinblick auf die Erarbeitung internationaler Kontrollmechanismen, die Definition internationaler Friedensgarantien sowie die Verbesserung der wirtschaftlichen Situation. Dennoch blieben die Verhandlungen letztendlich ohne nennenswerte Erfolge. Erst der Abzug vietnamesischer Truppen aus Kambodscha im Jahr 1989 brachte die Wende. Auf der zweiten Pariser Friedenskonferenz im Jahr 1990 wurde die Abhaltung freier Wahlen unter UN Aufsicht vereinbart. Die 1993 durchgeführten Wahlen verliefen mit Hilfe der Vereinten Nationen weitgehend ruhig und demokratisch. 1993 wurde eine neue Verfassung verabschiedet und Norodom Sihanouk erneut als König bestätigt. Als Gewinner der Wahlen ging die demokratisch orientierte FUNCINPEC hervor. Ihr Vorsitzender musste sich das Amt des Premierministers jedoch mit dem ehemaligen sozialistischen Staatschef Hun Sen teilen. Diese Konstellation Mündete 1997 in gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen den beiden Lagern. Die Wahlen im Sommer 1998 brachte keiner der Parteien eine Mehrheit. Langwierige Koalitionsverhandlungen waren die Folge. Letztlich hat man sich auf eine Koalitionsregierung unter der Führung von Hun Sen geeinigt.

Religion
Das religiöse Leben in Kambodscha ist stark geprägt vom Theravada Buddhismus, dem knapp 95% der Bevölkerung anhängen. In Phnom Penh gehören die safrangelben Gewänder der Mönche ebenso zum Straßenbild wie die unzähligen Mopeds. Auf dem Land bilden die Pagoden bis heute das religiöse, soziale und kulturelle Zentrum der Dörfer.
Früher praktizierte Glaubensformen, wie Naturreligionen und der Brahmanismus, sind immer noch fester Bestandteil der religiösen Handlungen der Khmer. Der tief verwurzelte Ahnenkult und der Glaube an gute und böse Geister sind Relikte eines Glaubens, der bis zur Jahrtausendwende das Handeln der Menschen in ganz Südostasien bestimmte. Der devaraja‑ (Gottkönig‑) Kult bringt König Sihanouk auch heute noch eine besondere Ehrerbietung unter der Bevölkerung ein und geht auf den Brahmanismus zurück, der während der Angkor‑Periode verbreitet war. Aus diesem Vorläufer des Hinduismus hat sich eine Symbolwelt erhalten, die heute noch in Pagoden, an Stupas und bei den Souvenirhändlern zu finden ist.
Neben den Naturreligionen, die von den Ureinwohnern im Nordosten praktiziert werden, gibt es noch den Glauben der ‑Cham (2% der Gesamtbevölkerung), die Anhänger des sunnitischen Islam sind. Weiterhin leben in Kambodscha etwa 60.000 Christen, hauptsächlich römischkatholischer Konfession. Fast alle in Kambodscha lebenden Chinesen sind Taoisten oder Konfuzianisten.

Bevölkerung
Rund 90% der kambodschanischen Bevölkerung gehören dem , Volk der Khmer an. Dies macht das Land zu einem der ethnisch homogensten Länder in Südostasien. Lange bevor Thailänder und Vietnamesen in die Region kamen, besiedelten die Khmer bereits die Ufer des Mekong und Tonle Sap. Außerdem finden sich verschiedene Minderheiten anderer ethnischer Herkunft in Kambodscha, z.B. Chinesen, Vietnamesen, Cham und Bergstämme wie die Khmer Loeu.
Heute leben etwa 13,8 Millionen Menschen in Kambodscha, davon nur ca. 1,5 Millionen in Städten. Mit einem Bevölkerungswachstum von geschätzten 2,5% bis 3% gehören die Khmer zu der am schnellsten wachsenden Bevölkerungsgruppe in Asien.

Sprache
Die offizielle kambodschanische Sprache, Khmer genannt, gehört zur Mon‑Khmer Sprachfamilie und ist mit Ausdrücken aus den indischen Sprachen Pali und Sanskrit, sowie von Thai und Französisch durchsetzt. 'Khmer ist verwandt mit den Sprachen der, Bergstämme in Laos, Vietnam und Malaysia. Die Schrift ist abgeleitet von südindischen Schriften und wird von links nach .rechts, ohne Abstände zwischen den Worten geschrieben. In Kambodscha wird heute hauptsächlich von der älteren Generation Französisch gesprochen, während die Jüngeren eher Englisch sprechen.

Essen und Trinken
Die Khmer Küche ist normalerweise stark gewürzt und besteht zu einem hohen Anteil aus Fisch. Fisch und Reis sind die Hauptbestandteile einer kambodschanischen Mahlzeit. Auch für Süßspeisen, Kuchen und zur Herstellung von Wein wird Reis verwendet. Lokale Spezialitäten sind unter anderem Gerichte aus Schweine‑, Rind und Hühnerfleisch sowie aus Meeresfrüchten. Curries, Suppen, chinesische, thailändische und indische Gerichte sind in Kambodscha weit verbreitet. In den Touristenzentren sind heute auch italienische und französische Gerichte erhältlich. In einfachen Restaurants ist es üblich, dass Tee zum * Essen serviert wird. Weiterhin erhältlich sind Kaffee, Erfrischungsgetränke wie Cola, Softdrinks, Mineralwasser, Soda und Bier. In Kambodscha wird eine große Anzahl an Biersorten produziert, am beliebtesten ist das in Kampong Som gebraute Angkor Bier. Auch importierter Wein wird in den Geschäften Phnom Penhs verkauft, ebenso wie oft recht preiswerte internationale Spirituosen.
Traditionelle kambodschanische Restaurants sind von 6‑22 Uhr geöffnet. Restaurants mit internationaler Küche, die häufiger von Touristen besucht werden, haben andere Öffnungszeiten, vielfach von 17‑23 Uhr und für etwa zwei Stunden während der Mittagszeit.

Gesundheit
Impfungen sind für die Einreise nach Kambodscha nicht vorgeschrieben. Dennoch sind die normalen Impfungen für Reisen in Tropengebiete zu empfehlen, z. B. Typhus, Hepatitis A und B, Tetanus und evtl. Japanische Encephalitis. Ebenso ist eine Malariaprophylaxe anzuraten. Reisende sollten alle Vorkehrungen treffen um Mosquitostiche zu vermeiden, z.B. durch ein starkes Mosquitorepelient, Mosquitonetze und evtl. Mückenspiralen. Auch Dengue‑Fieber wird wie Malaria von Anopheles Mücken übertragen, hat ähnliche Symptome, tritt jedoch nicht in Schüben auf und hat keinen tödlichen Verlauf. Für Dengue‑Fieber gibt es keine medizinische Prophylaxe, es können nur die Symptome behandelt werden.
Ärzte und Krankenhäuser sind im Land ebenso rar wie ihre Ausrüstung. Viele der kambodschanischen Ärzte wurden von den Khmer Rouge umgebracht. Die medizinische Situation ist vor allem in den ländlichen Gebieten sehr schlecht.
Dringend zu empfehlen ist eine sehr gut ausgerüstete Reiseapotheke, die auch sterile Einwegspritzen beinhalten sollte, da in Kambodscha routinemäßig unsterilisierte Spritzen verwendet werden. Auch intravenöse Infusionen sind meistens nicht steril, so dass es zu Blutvergiftungen kommen kann. Infusionen sollten daher auf jeden Fall vermieden werden.


SOS International Medical Center, Mao Tse Tung Boulevard No. 83, Phnom Penh
Calmette Hospital, Corner Monivong Boulevard 84 th Street, Phnom Penh
European Dental Clinic, Norodorn Boulevard, No. 195a, Phnom Penh
Pharmacie de la Gare, Monivong Boulevard, Nähe Bahnhof, Phnom Penh


Zeitverschiebung
Der Zeitunterschied nach Deutschland beträgt MEZ + 6 Stunden, während der europäischen Sommerzeit + 5 Stunden. D. h. wenn es in Deutschland 12 Uhr ist, ist es in Phnom Penh 18 Uhr.

Währung
Die lokale Währung in Kambodscha ist der Riel (CR). 1 € = ca. 5.74 CR; 1 USD = ca. 4.16 CR (Stand Oktober 2010).
US $ werden in Form von Bargeld generell im ganzen Land als Zahlungsmittel akzeptiert, während es mit Traveller Schecks oder Kreditkarten zu Schwierigkeiten kommen kann. Banken, die Reiseschecks akzeptieren, gibt es bisher nur in Phnom Penh, Kampong Som, Siern Reap und Battambang. Kreditkarten werden ausschließlich in großen Hotels und teureren Restaurants akzeptiert. Am meisten verbreitet ist die Visacard. Es empfiehlt sich sicherheitshalber genug Bargeld (USD) in kleinen Scheinen bei sich zu haben.

Visum

Deutsche Staatsangehörige:
Das Visum kann vorab bei der Botschaft (Kosten ca. 30 EUR) oder direkt bei der Einreise am Flughafen in Phnom Penh und Siem Reap beantragt werden:

Visakosten: Us $ 20,- pro Visum ( Stand April 2007)
Bearbeitungsdauer: ca. 15 Minuten

Erforderliche Unterlagen: Visaantrag (erhältlich am Visaschalter am Flughafen), 1 Passbild, Reisepass (mindestens noch 6 Monate über das Reiseende hinaus gültig), US $ 20 in bar (möglichst passend).
Vorgehensweise: Das benötigte Visaformular bekommt man dort von einem Beamten ausgehändigt. Nach dem Ausfüllen ist das Formular mit Pass und Passbild am Visaschalter abzugeben. Außerdem ist die Visagebühr in Höhe von USD 20,‑ zu bezahlen.

Gültigkeit des Visums: Das Visum ist nach Ausstellung 3 Monate gültig und berechtigt zur einmaligen Einreise und einem Aufenthalt von einem Monat ab Einreisedatum.
Bitte beachten Sie unbedingt, dass der Reisepass noch mindestens eine freie Seite für den Visa‑Stempel haben muss und auch bei Ausreise aus Kambodscha noch Gültigkeit hat (mind. 6 Monate)

Schweizer Staatsangehörige:

Erforderliche Unterlagen: Visaantrag, 1 Passbild, Reisepass (mindestens noch 6 Monate über das Reiseende hinaus gültig)
Vorgehensweise: Ein Visumantrag  für das Königreich können Sie per Post (Ein an sich selbst adressierten Briefumschlag Frankiert, Visagebühr (ca. US$ 30) in Bar beilegen) oder persönlich im Generalkonsulat vorbeibringen.


Der Konsularbeamte behält sich das Recht vor weitere Dokumente zu verlangen, wenn er dies als notwendig erachtet.Der normale Bearbeitungsprozess dauert max. 14 Arbeitstage nach Eingang des ausgefüllten Visumantrags.Das königliche Generalkonsulat von Kambodscha übernimmt keine Verantwortung für den Verlust von Dokumenten auf der Durchreise.


Flughafensteuern
Kambodscha verfügt über zwei internationale Flughäfen: Phnom Penh und Siem Reap. In Phnom Penh werden bei internationalem Abflug US $ 25,00 bei nationalem Abflug US $ 10,00 Flughafensteuer berechnet. In Siem Reap wird bei internationalem Abflug eine Steuer von US $ 25,00 bei nationalem Abflug US $ 10,00 fällig.

Post
Es wird empfohlen, internationale Post in Phnom Penh aufzugeben. Luftpost nach Europa ist ungefähr eine Woche unterwegs. Die Postzustellung in Kambodscha ist eher unzuverlässig.

Telefon und Fax
Internationale Fax‑ und Telefongespräche sind von den meisten privaten Hotels und Business Centern möglich. Viele Hotels verfügen über IDD.
In den internationalen Hotels belaufen sich die Gebühren auf ca. US $ 7 pro Minute und der Preis für eine Telefonkarte beträgt US $ 10. Mit dieser können Sie öffentliche Telefonzellen benutzen. Leider gibt es noch keine Möglichkeit mit Kreditkarten zu telefonieren. Lokale Kommunikation erfolgt meist durch Telegramme.

Banken
Foreign Trade Bank, Norodorn Blvd., No. 24,Phnom Penh
Cambodian Commercial Bank, Corner Monivong Boulevard 114 th Street, Phnom Penh
National Bank of Cambodia, Nähe Ta Pohm Hotel, Siern Reap

Botschaften und Konsulate

In Deutschland:
Botschaft des Königreiches von Kambodscha
Benjamin Vogelsdorffstraße 2, 13187, Berlin Tel: 030/48637901, Fax: 030/48637973.

In der Schweiz:
Königliches Generalkonsulat von Kambodscha
Winterthurerstrasse 549
8051 Zürich Switzerland
 

Vertretungen in Kambodscha

Deutsche Botschaft:
Rue Yougoslavie 76 78 (Street 214), Ex. 214, Phnom Penh
Tel: 023 21 61 93

Schweizer Botschaft:
Street 242, House 53 D, Phnom Penh
Tel.: 023-21 90 45

Notfall
SOS International Medical Center, Mao Tse Tung Blvd, No. 83, Tel: 0159127651015‑912964
Calmette Hospital, Monivong Blv., No. 84, Tel: 723173/ 015‑915593

Erste Hilfe
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