Hinweise für Peru Reisen

Auf dieser Seite haben wir für Sie einige nützliche Informationen und Hinweise rund um Reisen und Urlaub in Peru zusammengestellt. Um die Datenmenge in Grenzen zu halten, haben wir uns auf eine Auswahl von Informationen beschränkt, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Kurzfristige Änderungen, z.B. von Bestimmungen, Steuern oder Gebühren, können wir leider nicht ausschließen. Gerne nehmen wir jedoch weitere Anregungen und Hinweise entgegen.

Peru Rundreisen | Reisetipps für Peru | Sehenswürdigkeiten Peru


Ländername
Republik Peru; República del Perú

Hauptstadt
Lima, ca. 8 Mio. Einwohner im Ballungsraum

Fläche
1.285.220 km²

Höchster Berg
Huascarán (6768m)

Einwohner
ca. 29,5 Millionen (Stand 2009)

Bevölkerung
Indios 50%, Mestizen 40%, Weiße, Schwarze und Asiaten

Religion
90 % Katholiken

Sprache
Staatssprache Spanisch, zweite Landessprache Quechua. Englisch wird in den größeren Hotels und auch von Geschäftsleuten gesprochen.

Geographie
Peru ist ein gebirgiges Land an der Pazifikküste, südlich des Äquators. Das Land grenzt im Norden an Ecuador und Kolumbien, im Osten an Brasilien und Bolivien und im Süden an Chile. Es gliedert sich in vier Regionen: Costa, Sierra, Montana und Selva. Die Hauptstadt Lima liegt in der Costa-Region. Dieses Gebiet besteht aus einem nur schmalen Küstenstreifen, der wüstenhaften Charakter hat und teilweise künstlich bewässert wird. In dieser Gegend finden sich Zuckerrohr- und Baumwollplantagen sowie zahlreiche Erdölfelder. In der Sierra-Region lebt der Großteil der indianischen Bevölkerung. Die Anden erreichen eine Höhe von über 6000 m. Fast alle Mineralvorkommen des Landes und der größte Teil der Viehzucht sind auf diese Region konzentriert. Die Montana-Region liegt zwischen den Anden und dem Dschungel im Osten Perus. Das fruchtbare subtropische Gebiet ist bisher kaum erschlossen. Die Selva-Region, der Amazonas-Dschungel im östlichen Teil des Landes, verfügt über bedeutende Bodenschätze.

Klima
Das Klima von Peru wird vom kalten Humboldtstrom beeinflusst, der an der peruanischen Küste vorbeifließt und die vom Pazifik kommenden Winde abkühlt. Das Klima entfaltet sich je nach Region unterschiedlich. Der Winter dauert von Mai bis September. Der Sommer an der Küste und um Lima dauert von Oktober bis April, im Dschungel und in den Bergen ist dies die Regenzeit. Von Mai bis September ist es in den Bergen klar, in den Küstengebieten dagegen oft neblig. Lima, an der Costa gelegen, hat eine mittlere Tagestemperatur von 18°C mit einem Maximum von 31°C im Januar/Februar und einem Minimum von 11°C im Juli bis September. Die Costa ist regenarm. Von Mai bis November kann starke Nebel- und Wolkenbildung auftreten, die sogenannte „Garua“ (Nebelregen). In der übrigen Zeit herrscht warmes, sonniges Wetter. Die Sierra-Region mit ihren hochgelegenen und dicht bevölkerten Tälern hat ein teils gemäßigtes, teils kaltes Gebirgsklima. Die mittlere Jahrestemperatur liegt hier in den westlichen Anden bei 14°C (Arequipa 2335 m), im Hochland (Cuzco 3450 m) bei 11°C. Die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sind erheblich. Europäer können unter Umständen unter der Höhenkrankheit „Soroche“ leiden. In hohen Lagen und im Norden treten häufiger Niederschläge auf. Die Regenzeit, die wärmste Zeit, dauert von Dezember bis April. In der Region Selva liegt die Durchschnittstemperatur bei 26°C (Maximum 32°C, Minimum 19°C). Die Regenzeit dauert hier von Oktober bis April. Das feuchttropische Klima wird durch den die Berge und das Tiefland überziehenden Urwald bestimmt.

Zeitunterschied
Der Zeitunterschied zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Peru beträgt  -6 Std; während der Sommerzeit  -7 Std.

Stromversorgung
220-Volt-Wechselstrom, 60 Hz; in Iquitos 110-Volt, 50 Hz, amerikanische Stecker (Blattstecker). Ein Adapter ist erforderlich.

Reisepass/Visum
Für die Einreise nach Peru ist ein bei Einreise mindestens noch 6 Monate gültiger Reisepass erforderlich. Für die Bürger der Bundesrepublik Deutschland, der Schweiz, Österreichs und anderer EU-Länder ist zur Einreise nach Peru kein Visum erforderlich.
Ausnahme: die Staatsbürger von Spanien benötigen zurzeit ein Visum.

Währung
Seit dem 1. Juli 1991 ist der „Nuevo Sol“ (PEN) = 100 Céntimos neues offizielles Zahlungsmittel in Peru. Die bisher gültige Währungseinheit, der Inti (I/.), ist aber noch im Umlauf. Man muss vom Inti sechs Nullen streichen, um den Wert eines „Nuevo Sol“ zu erhalten. Banknoten gibt es im Wert von PEN 20 und 10. Münzen sind im Wert von PEN 1 und 50, 10, 5 und 1 Céntimos im Umlauf. Die Währung unterliegt einer gleitenden Abwertung gegenüber dem US-Dollar. Es gibt keine Ein- oder Ausfuhrbeschränkungen für Fremd- oder Landeswährung. Es sollte immer nur so viel Geld in Landeswährung umgewechselt werden, wie für den jeweiligen Zweck benötigt wird. Für den Rücktausch des Nuevo Sol müssen Umtauschbelege vorgelegt werden.

Einfuhrbestimmungen
Reisegut, das ein Reisender im persönlichen Gepäck unmittelbar mit sich führt, kann abgabenfrei eingeführt werden, sofern es gebraucht ist, für den Aufenthalt und die Reise bestimmt ist und bei der Ausreise wieder mitgeführt wird. Hierzu zählen neben der persönlichen Kleidung und den Toilettenartikeln u.a. 1 Haartrockner, 1 Kamera mit Zubehör oder 1 Filmkamera/Videokamera mit Zubehör, 1 Taschenrechner, bis zu 400 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Rauchtabak, 3 Flaschen alkoholische Getränke.

Ausfuhrbestimmungen
Reisende mit Wohnsitz im Ausland können außer ihrem Reisegepäck (neue) peruanische Handwerkserzeugnisse, (neue) Goldschmiedearbeiten und im Land erworbene Juwelen mit sich führen, deren Wert nicht den Betrag der ausländischen Zahlungsmittel übersteigt, die sie den Banken oder Beamten der „Banco Central de Reserva del Peru“ verkauft haben. Die Umtauschbelege sollten daher unbedingt aufgehoben werden. Gegenstände, die künstlerisches oder kulturelles Gut des Landes sind (sämtliche Gegenstände der präkolumbianischen Kultur, künstlerische Gegenstände der Kolonialepoche, wie Bilder, Silberwaren, Tongefäße usw.) dürfen nicht ausgeführt werden.

Öffnungszeiten (sind von der Jahreszeit abhängig)
Läden: Montag bis Samstag 10.00-20.00 Uhr, überwiegend durchgehend;
einige Läden öffnen auch an Sonn- und Feiertagen.
Banken: Januar bis März Montag-Freitag 8.15-11.30 Uhr,
sonst von 9.15-12.45 Uhr. Einige Banken haben auch nachmittags geöffnet.
Büros: öffentliche Verwaltung und andere Büros in der Regel ohne Sommerzeit durchgehend von 9.00-17.00 Uhr.

Gesundheit
Die folgenden Empfehlungen stellen gewöhnlich das Maximum dessen dar, was man an Vorsichtsmaßnahmen treffen sollte. In den größeren Hotels und Urlaubsgebieten sind die Gesundheitsrisiken im Allgemeinen geringer. Es wird empfohlen, vor der Reise ärztlichen Rat bezüglich etwaiger Impfungen oder anderer Schutzmaßnahmen einzuholen. Eine Schutzimpfung gegen Gelbfieber wird vor dem Besuch ländlicher Regionen angeraten. Laut Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation von 1973 ist eine Cholera-Schutzimpfung für die Einreise nach Peru nicht erforderlich. Trotzdem besteht ein Cholera-Risiko in diesem Land und entsprechende Vorsicht ist angebracht. Bitte erkundigen Sie sich nach dem neuesten Stand der Maßnahmen. Die Meinungen über die Wirksamkeit einer Schutzimpfung sind geteilt. Eine Schutzimpfung gegen Typhus und Polio kann eventuell empfohlen werden. Malariaschutz gegen die weniger gefährliche Form „Plasmodium vivax“ wird ganzjährig in ländlichen Regionen unterhalb von 1500 m empfohlen.
Trinkwasser ist normalerweise gechlort und relativ sauber, es können jedoch unter Umständen leichte Magenstörungen auftreten. Für den Aufenthalt wird daher abgefülltes Wasser empfohlen, welches überall erhältlich ist. Das Wasser außerhalb der größeren Städte sollte vor der Benutzung abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden. Milch ist außerhalb der Stadtgebiete nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Essen Sie nur gut durchgekochte und heiß servierte Fleisch- und Fischgerichte und rohe Salate. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.
In Peru stehen etwa 450 Krankenhäuser und 12.000 Ärzte zur Verfügung. Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung wird empfohlen.

Kleidung
Legere Kleidung wird akzeptiert, am Abend zieht man sich allerdings etwas festlicher an. Zahlreiche Geschäftsleute tragen im Sommer Guayaberas (offene Hemden). Für die warmen Monate (Dezember bis April) ist Sommerkleidung ausreichend, für kühle Abende ist ein leichter Mantel nützlich. Im Amazonasgebiet ganzjährig leichte Sommerkleidung aus atmungsaktiven Materialien; Regenschutz und gutes Schuhwerk. Im Hochland ist für den Winter (Mai bis September) warme Kleidung notwendig. In den übrigen Monaten tagsüber leichtere Kleidung, abends Wollsachen. Trotz strahlenden Sonnenscheins war die raue Gebirgsluft schon oft Ursache für Erkältungskrankheiten. Wichtig sind eine Kopfbedeckung gegen die starke Sonneneinstrahlung, Sonnenbrille und gutes Schuhwerk.

Essen und Trinken
Die scharf gewürzte peruanische Küche ist sehr schmackhaft. Beim Würzen wird besonders großzügig mit Aji und Ajo (Pfeffer und Knoblauch) umgegangen. Die Gemüseauswahl ist erstaunlich, es gibt sogar über 220 verschiedene Kartoffelarten. Tropische Früchte aller Art sowie Avocados sind reichlich vorhanden. Ceviche (in Zitronensaft marinierter roher Fisch, der mit Maiskolben, Kartoffeln und Zwiebeln gegessen wird) ist wegen der Cholera-Gefahr mit Vorsicht zu genießen. Escabeche ist eine Vorspeise aus gekochtem Fisch, die kalt gegessen und mit Pfefferschoten und Zwiebeln garniert wird. Corvina ist ein Seefisch, der verschiedenartig zubereitet wird. Conchitas (Jakobsmuscheln), Choros (Miesmuscheln) und Camarones (Krabben) sind ebenfalls zu empfehlen. Chupe de Camarones ist ein Eintopf aus Krabben, Milch, Eiern, Kartoffeln und Pfefferschoten. Weitere Spezialitäten sind Sopa Criolla (stark gewürzte Suppe mit Rindfleisch und Nudeln), Aji de Gallina (Hühnerfleisch in pikanter Sahnesoße), gegrillte Anticuchos (südamerikanischer Kebab) und Lomo Saltado (Rindfleischstücke mit Zwiebeln und Paprikaschoten, gedünstet und mit Bratkartoffeln und Reis angerichtet). Reis und Kartoffeln sind Beilagen für fast alle Gerichte. Traditionelle Süßpeisen sind: Arroz con Leche (Milchreis), Mazamorra Morada (reichhaltiger, fruchtiger lilafarbener Pudding), Suspiro und Manjar Blanco (beide aus gesüßter Kondensmilch) und Picarones (Salzgebäck mit Honig). Wer nicht gern scharf isst, sollte seiner Bestellung die Worte: „sin picante“ hinzufügen. In den Hotels und Restaurants wird am Tisch bedient. Nationalgetränk ist der Pisco (Traubenschnaps), vorzugsweise als „Pisco Sour“ mit Limonen und geschlagenem Eiweiß genossen. Weitere auf Picso basierende Getränke sind Algar-Robina (Pisco und Johannisbrotsirup), Chilcano (Pisco und Ingwerbier) und Capitán (Pisco und Wermut). Chicha de Jora (fermentiert) und Chicha Morada (alkoholfrei) sind Getränke, die schon bei den Inkas beliebt waren. Gutes einheimisches Bier, auch gute einheimische Weine. In den Höhenlagen ist der Coca-Tee empfehlenswert. Probieren Sie in Cuzco „Ponche con leche“, heiße geschlagene Milch mit Honig und Pisco. Das weckt die Lebensgeister.

Trinkgelder
Rechnungen enthalten im allgemeinen 16% für die Bedienung. Ein zusätzliches Trinkgeld von 5% wird erwartet.

Einkäufe, Souvenirs
Kaufen Sie Ihre Mitbringsel rechtzeitig - aber nur nach eingehenden Preisvergleichen - und nicht kurz vor der Weiterreise, etwa auf dem Flughafen; hier bekommen Sie zwar häufig beste Qualität geboten, aber natürlich zu einem entsprechend höheren Preis. Es gibt zahlreiche Märkte für Kunsthandwerk, etwa in der „Feria Artesanal“ in der Avenida de La Marina in Lima, wo an meist von Indios geführten Ständen alles geboten wird, was Peru an Mitnehmenswertem produziert, z.B. Kupfer: wird zu Aschenbechern, Leuchtern und Gefäßen aller Art verarbeitet; Silber: sollte auf der Rückseite immer den Stempel „925“ tragen und wird zu Ringen, Armbändern, Servicen usw. verarbeitet; Gold: wird oft zusammen mit Silber und Halbedelsteinen verarbeitet - ist billiger als bei uns und meist gut verarbeitet; Ton: der traditionelle Werkstoff der Indios - wird viel verarbeitet. Man macht aus ihm Gefäße und Figuren; Wolle: liefern die Lamas, Alpakas und Schafe. Verarbeitet wird sie zu Ponchos, Pullovern, Taschen, Mützen usw. Am schönsten - weich glänzend und geschmeidig - fühlt sich die Alpakawolle an, Lamawolle ist etwas länger, rauer und glanzlos. Am billigsten und am Geruch erkennbar ist die Schafwolle; Felle: von Lamas geben besonders herrliche Wandbehänge, am preiswertesten sind Läufer aus verschiedenfarbigen Fellstücken (Patchwork). Dabei ist Alpaka kurz, seidig, dicht; Lama leicht gekräuselt, lang und matt. Achtung: Vicuna-Felle sind zwar begehrt, die hochbeinigen Vettern der Kamele stehen jedoch unter Naturschutz. An- und Verkauf dieser Felle wird streng bestraft!

Sitten und Gebräuche
Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Kleine Geschenke und höfliches Benehmen erhalten auch in Peru die Freundschaft. Das Leben verläuft geruhsam, und die Peruaner nennen ihre Unpünktlichkeit „La Hora Peruana“ - die peruanische Stunde. Vor dem Fotographieren sollte man die Einheimischen, vor allem in ländlichen Gebieten,  mit der gebotenen Rücksichtnahme erst um Erlaubnis bitten - z.B. mittels einer entsprechenden Geste. Man sollte Abstand davon nehmen, Kindern (z.B. für´s Fotographieren) Geld zu geben, da man so ungewollt die innerfamiliäre Sozialstruktur gefährdet. Für die Mentalität der indigenen Bevölkerung bitten wir um Respekt und Verständnis!

Zusätzliche Hinweise
Die Kriminalität - insbesondere Trickdiebstähle - ist in den peruanischen Städten nach amtlicher Meldung sehr hoch. Bitte stellen Sie keine Taschen, Fotoausrüstungen etc. unbeaufsichtigt ab. Wir empfehlen, alles, was nicht benötigt wird, im Hotel zu belassen, und, da in Peru jeder verpflichtet ist, einen Ausweis mitzuführen, gut auf den eigenen Reisepass zu achten. Eine Neuausstellung ist erst nach gründlicher Nachforschung möglich.
Allgemein ist zu sagen, dass die Gefährdung für Einzelreisende eine höhere ist als für Gruppenreisende, die von fach- und ortskundigen Reiseleitern betreut werden. Von Diebstählen abgesehen, kamen Gruppenreisende bisher nicht in Gefahr.
 

Botschaften und Konsulate

In Deutschland:

Botschaft der Republik Peru
(mit Konsularabteilung), Berlin
Mohrenstraße 42
10117 Berlin
Tel.: (0 30) 206 41 03
Konsularabteilung Tel. (0 30) 229 14 55
Fax: (0 30) 20 64 10 77

In der Schweiz:

Botschaft von Peru
(mit Konsularabteilung), Bern
Thunstrasse 36
3005 Bern
Tel.: (031) 351 85 55
Konsularabteilung Tel. (031) 351 85 67
Fax: (031) 351 85 70

 

Vertretungen in Peru

Deutsche Staatsangehörige:

Embajada de la República Federal de Alemania, Lima
Av. Dionisio Derteano 144
Edificio Alto Caral, pisos 7 y 8
San Isidro
Lima 18

Postfachanschrift
Embajada de la República Federal de Alemania
Apartado 18-0504
Lima 18/Peru

Tel.: (00511) 203 59 40
Fax: (00511) 422 39 09

Schweizer Staatsangehörige:

Embajada de Suiza, Lima
Avenida Salaverry 3240
San Isidro
Lima 27

Postfachanschrift
Embajada de Suiza
Casilla 11-0210
Lima 11/Peru

Tel.: (00511) 264 03 05
Fax: (00511) 264 13 19