Hinweise für Myanmar-Reisen

Auf dieser Seite haben wir für Sie einige nützliche Informationen und Hinweise rund um Reisen und Urlaube in Myanmar zusammengestellt. Um die Datenmenge in Grenzen zu halten, haben wir uns auf eine Auswahl von Informationen beschränkt, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Kurzfristige Änderungen, z.B. von Bestimmungen, Steuern oder Gebühren, können wir leider nicht ausschließen. Gerne nehmen wir jedoch weitere Anregungen und Hinweise entgegen.

Myanmar Rundreisen | Reisetipps für Myanmar | Sehenswürdigkeiten Myanmar

 

Ländername
Union Myanmar (Union of Myanmar)

Lage
Südostasien, zwischen 9°58' Nord und 28°31' Nord sowie 92°10' Ost und 101°11' Ost. Seegrenze zum Golf von Bengalen und Golf von Martaban 2.800 km, Landesgrenzen 5.800 km (Bangladesch, Indien, China, Laos und Thailand)

Fläche
676.577 km², größte Ausdehnung Nord-Süd 2.500 km, Ost-West 900 km

Hauptstadt
Seit 2005 ist die neugegründete Stadt Naypyidaw (bei Pyinmana) in Zentral-Myanmar Regierungssitz und löste somit Rangun (Yangon) als Hauptstadt ab.

Unabhängigkeit
4. Januar 1948 (4. Januar Nationalfeiertag)

Regierungsform
Präsidialsystem

Zeitverschiebung
Der Zeitunterschied Deutschland-Myanmar beträgt MEZ + 5,5 Stunden und während der europäischen Sommerzeit + 4,5 Stunden. D. h. wenn es in Deutschland 12.00 Uhr ist, ist es in Yangon 17.30 Uhr.

Geographie
Myanmar gliedert sich in drei Hauptregionen: das tropische Niedermyanmar (das größte Reisanbaugebiet der Welt), Obermyanmar und das sogenannte Hügelland bzw. Hochland, das bis an die Ausläufer des Himalaya reicht und dessen höchste Erhebung 5.500 Meter misst. Der größte Fluss ist der Ayeyarwady (auch: Irrawaddy), der das Land über mehr als 1600 km hinweg von Norden nach Süden durchfließt.

Klima
Myanmar gehört zum tropischen, asiatischen Monsungebiet mit drei Jahreszeiten. Von Juni bis August herrscht eine hohe Luftfeuchtigkeit, es ist heiß und regnet häufig. Im Oktober endet die Regenzeit und die trockene kühlere Zeit beginnt (November bis Februar). März, April und Mai sind durch eine heiße Trockenperiode gekennzeichnet. Die Temperaturen in Zentralmyanmar können dann zeitweise bis auf 45°C ansteigen. Durchschnittswerte Yangon: Höchsttemperatur: 42,2°C, Niedrigsttemperatur: 9,2°C, Niederschlag: 2.639 mm. Aufgrund seiner unterschiedlichen Landschaftsformen kann das Klima Myanmars je nach Region beträchtliche Unterschiede aufweisen.

Bevölkerung
Myanmar hat ca. 55 Millionen Einwohner, von denen ca. 75% in ländlichen Gegenden wohnen – vor allem in den fruchtbaren Ebenen des Ayeyarwady Flusses und seines Mündungsdeltas. Die Bevölkerung in Myanmar setzt sich aus mehr als 135 ethnischen Gruppen zusammen. Die vier Hauptvolksgruppen sind die der Mon-Khmer, heute von den Wa, Intha, Palaung, Padaung und Mon repräsentiert; die tibeto-burmesischen Volksstämme der Rakhine, Chin, Kachin, Lishu, Akha und Lahu; die Thai-Chinesen, die von Yünnan in den heutigen Shan-Staat einwanderten; und die Karen, die sich in viele kleine Gruppen und in die Kayah unterteilen. Wachstumsrate: etwa 2% pro Jahr.

Sprache
Die burmesische Sprache gehört der tibeto-burmesischen Sprachfamilie an, die wiederum eine Untergruppe der sino-tibetischen Sprachen bildet. Zwar sprechen etwa 80% der Myanmaren burmesisch, jedoch sind im Land noch mehr als 100 weitere Sprachen und Dialekte in Gebrauch. Burmesisch ist auch die Amtssprache, doch dürfen laut Verfassung auch Minderheitensprachen gelehrt werden. Englisch wird in den touristisch relevanten Gebieten wie Yangon, Bagan und Mandalay weitgehend gesprochen bzw. verstanden. Gesprochenes Burmesisch hat einen stark rhythmischen Charakter. Die Bedeutung eines Wortes hängt oft von der Tonhöhe – es gibt vier unterschiedliche Tonhöhen – ab und ist so für einen ungeübten Sprecher oder Hörer schwer zu erschließen. Bei der Aussprache von burmesischen Wörtern soll das Kauen von Betel helfen – sagen die Burmesen. Die burmesische Schrift stammt vom mittelindischen Pali ab und ähnelt stark der Telugu-Schrift. Diese wurde von indischen Mönchen übernommen und von den Mon an die Burmesen weitergegeben (ca. 11. Jh.).

Religion
In Myanmar besteht Glaubensfreiheit, die auch praktiziert wird. Buddhismus ist nicht Staatsreligion, aber der weitaus größte Teil der Myanmaren (ca. 89%) sind Theravada-Buddhisten. Die restliche Bevölkerung gliedert sich in mehrheitlich baptistische Christen (ca. 5%), sunnitische Muslime (ca. 4%), Hindus (ca. 1%), Animisten und Sonstige zusammen 0,5 %. Viele der ca. 50.000 buddhistischen Klöster und Pagoden werden staatlich unterstützt. Myanmar zählt über 100.000 Mönche. Für jeden männlichen Buddhisten besteht die Verpflichtung, sich für eine bestimmte Zeit in einem Kloster aufzuhalten. Lange bevor der Buddhismus Myanmar erreichte, waren die Menschen im Land Animisten. Auch heute gehört die Verehrung der 37 wichtigsten Nats (Geister) noch zum Glauben der Burmesen. Besonders in abgelegenen Gebieten im Norden des Landes ist der Nat-Glaube bei einigen Bergstämmen sehr verbreitet.

Gesundheit
Die größten gesundheitlichen Risiken in Myanmar stellen übermäßige Sonneneinstrahlung und Durchfallerkrankungen dar. Es wird empfohlen einen Hut oder Schirm mitzuführen, sich um die Mittagsstunden im Schatten aufzuhalten und Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor zu benutzen. Burmesische Frauen und Kinder schützen sich häufig mit gelbem Puder der thanaka-Rinde vor der intensiven Sonne. Malaria-Prophylaxe wird für Myanmar empfohlen (s.u.). Mückenschutz (z.B. Einreibemittel) wird auch wegen des durch Mücken übertragenen Dengue-Fiebers empfohlen. Viele Hotels verfügen auch über Moskito-Netze, wo dies erforderlich ist.

Impfungen                                                                                                                                                                    Für den Besuch Myanmars sind offiziell keine Impfungen vorgeschrieben. Empfohlen werden jedoch Impfungen gegen Diphtherie, Hepatitis, Polio, Tetanus und Typhus.

Malaria
Für Myanmar empfiehlt IKARUS TOURS eine Malaria-Prophylaxe. Die Krankheit wird von der Anopheles-Mücke übertragen. Die Vermeidung eines Stichs stellt den besten Schutz dar. Besondere Vorsicht ist nach Sonnenuntergang geboten, da Mosquitos nachtaktiv sind. Als Schutz dienen Mosquitonetze, Insektenschutzmittel (es empfiehlt sich die Mitnahme der Mittel aus der Heimat, da sie im Reiseland oft schwer erhältlich sind) und Räucherspiralen. Parfum und parfümierte Seife sollte nicht verwendet werden, da die Mücken vom Geruch angelockt werden. Vor Abreise sollte der Arzt bezüglich einer Malaria-Prophylaxe konsultiert werden. Wird eine Prophylaxe empfohlen, muss damit vor Reiseantritt begonnen und diese nach der Rückkehr für einige Zeit fortgesetzt werden. Es sei darauf hingewiesen, dass einige Malariamedikamente Nebenwirkungen verursachen und nur auf ärztlichen Rat hin eingenommen werden sollten. Das größte Infektionsrisiko besteht zwischen Mai und Dezember in Höhen unterhalb von 1.000 m. Dengue-Fieber, ebenso von Mosquitos übertragen, wird oft mit Malaria verwechselt. Die Krankheit ist nicht tödlich und hat keinen chronischen Verlauf. Außer der Vermeidung eines Stichs, gibt es keine Schutzmöglichkeiten gegen Dengue-Fieber. Lediglich Symptome wie starke Gelenkschmerzen, hohes Fieber und extreme Kopfschmerzen können behandelt werden. Normalerweise hält das Fieber für drei Tage an und verschwindet, um dann erneut anzusteigen. Die Inkubationszeit kann mehrere Wochen betragen. Auskünfte über aktuelle Malariamittel erhalten Sie bei Ihrem Hausarzt, dem Gesundheitsamt oder Tropeninstitut.

Weitere Informationen zur Gesundheit auf Reisen erhalten Sie auch im Internet unter: http://www.fit-for-travel.de

Essen und Trinken
In manchen Regionen Myanmars sind die Hygienestandards sehr niedrig. Die Möglichkeit einer Infektion mit Amöbenruhr kann nicht ausgeschlossen werden. Alle Früchte sollten eigenhändig geschält und die Aufnahme rohen Gemüses vermieden werden. Wasser ist nur in abgekochtem Zustand bedenkenlos zu genießen. Es sollte mindestens 15 Minuten gekocht worden sein. Dehydration kann ernsthafte gesundheitliche Probleme verursachen. Es empfiehlt sich eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und Einnahme von Dehydrationsmitteln.

Kleidung
Leichte Baumwollbekleidung ist die beste Wahl für das burmesische Klima, in den Bergen empfiehlt es sich allerdings wärmere Kleidung dabeizuhaben. Allzu freizügige Kleidung sollte man in diesem sehr religiösen Land vermeiden.

Währung  und Geldwechsel
Geldwechsel in Myanmar ist bisher komplizierter als in anderen Ländern in Südostasien. Die lokale Währung ist der Kyat. Der US $ ist ein geläufiges Zahlungsmittel. Internationale Kreditkarten werden bisher nur in einigen wenigen Hotels und Geschäften akzeptiert. Die ersten Geldautomaten wurden in Yangon und Mandalay, z.B. an den Flughäfen, in Betrieb genommen. Die Automaten akzeptieren aber nicht alle Kartenarten und eine Abhebung ist mit relativ hohen Gebühren verbunden (Stand Mai 2013). Die Versorgung mit Geldautomaten wird zur Zeit kontinuierlich ausgebaut. Dennoch sollten ausreichend US $ Noten in unterschiedlichen Stückelungen mitgeführt werden. Bitte nehmen Sie nur neue, unbeschädigte Scheine mit, da abgenutze Scheine oft nicht akzeptiert werden. Der Geldwechsel sollte stets über die Reiseleiter vorgenommen werden. Nicht verbrauchte Kyats können nicht rückgetauscht werden. Teilweise werden zum Umtausch auch schon EURO akzeptiert! Ein Zwangsumtausch, wie noch vor wenigen Jahren praktiziert, existiert nicht mehr.

Wirtschaft
Obwohl Myanmar durch sein großes Potenzial an Bodenschätzen theoretisch eines der reichsten Länder in Südostasien sein müsste, ist es faktisch eines der Ärmsten. Durch lange Isolation und zentrale Planwirtschaft ist es ökonomisch wenig entwickelt. Das monatliche Pro-Kopf-Einkommen zählt zu den niedrigsten in Südostasien. Myanmar kann, seitdem die Grenzen wieder geöffnet sind, durch Direktinvestitionen und wachsende Tourismuszahlen einen stetigen Kapitalanstieg verzeichnen. Doch sind Investitionen aus dem Ausland nur als Joint-Ventures mit lokalen Firmen möglich. Noch hat die Landwirtschaft mit mehr als 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts wirtschaftlich die größte Bedeutung. Industriell spielen heute aber auch Edelsteine, Teakholz, Reis, Jute und der (illegale) Anbau von Opium eine wichtige Rolle. Haupthandelspartner sind Singapur, Thailand, China, Japan und Indien.

Feiertage und Feste
Myanmar ist auch bekannt als „The Land of Festivals“. Es finden während des ganzen Jahres unzählige religiöse und kulturelle Feste statt. Einige Feste werden im ganzen Land gefeiert, andere nur in bestimmten Gebieten oder von bestimmten Bevölkerungsgruppen. Eine spezielle Art des Festes ist das Nat-Festival. Traditionsgemäß müssen bei diesem Fest die Geister besänftigt werden, sonst bringen sie Schlechtes über das Leben der Menschen. Es gibt in Myanmar 37 verschiedene Nats, “Schutzgeister“, und sie spielen neben dem allgegenwärtigen Buddhismus im Volksglauben eine wichtige Rolle.

Souvenirs
Myanmar ist bekannt für seine Lackwaren, besonders Bagan, wo sehr viel davon produziert wird. Die Qualität hängt vom Design und der Präzision der Muster ab. Die Burmesen stellen auch sehr schöne handgemalte Regenschirme, die dort "Hti" genannt werden, her. Die Einheimischen benutzen diese Schirme, um sich vor der starken tropischen Sonne zu schützen. Für Leute, die sich für Edelsteine, wie z.B. Rubine, Saphire, Smaragde und Jade interessieren, ist Myanmar genau der richtige Ort. Die Edelsteine können vor allem in Yangon und in Mandalay von Regierungsgeschäften und autorisierten Händlern erworben werden (seien Sie vorsichtig, wenn Sie kein Experte sind). Burmesische Holzschnitzereien, Opiumgewichte, Marionetten, Gongs und Longyi-Bekleidung sind typische Souvenirs aus dem "Goldenen Land".

Visum
Für Myanmar besteht Visumspflicht. Bitte beachten Sie, dass für die Einreise nach Myanmar ein Visum erforderlich ist, das vom Teilnehmer vor der Reise eingeholt werden muss. Es bestehen aktuell zwei Möglichkeiten der Visumeinholung: 1. Online-Einholung eines E-Visums: Siehe im Internet unter http://evisa.moip.gov.mm/. 2. Einholung des Visums direkt bei der Botschaft von Myanmar für Deutsche bei der Botschaft in Berlin/ für Schweizer in Genf (Verschickung des Passes erforderlich). Detaillierte Informationen zur Visumseinholung finden Sie bei Ihrer Buchungsbestätigung. Bitte beachten Sie, dass das Visum ab Ausstellung maximal 3 Monate gültig ist. Bitte beantragen Sie das Visum also frühestens 3 Monate vor Reiseende. Bitte beantragen Sie das Visum auch erst dann, wenn die Reisedurchführung gesichert ist, was wir Ihnen mit der Zusendung der Endrechnung ca. 5 Wochen vor Abreise mitteilen. Die maximale Aufenthaltsdauer in Myanmar beträgt 28 Tage. Ausländische Reiseteilnehmer erkundigen sich bitte für die für sie gültigen Einreisebestimmungen für Myanmar. Ihr Reisepass muss noch 6 Monate über das Reiseende hinaus gültig sein.

Botschaften und Konsulate

In Deutschland:

Botschaft der Union von Myanmar
Thielallee19
14195 Berlin
Tel.: (0 30) 206 15 70
Fax: (0 30) 20 61 57 20
E-mail: info@botschaft-myanmar.de
Homepage: www.botschaft-myanmar.de

Deutsche Botschaft
Embassy of the Federal Republic of Germany, Yangon
9 Bogyoke Aung San Museum Road
Bhan Township, 11201 Yangon

Postfachanschrift
Embassy of the Federal Republic of Germany
GPO Box 12, 11181 Yangon/Myanmar
Tel.: (0095 1) 54 89 51/53
Fax: (0095 1) 54 88 99
Notfall-Telefonnummer der Deutschen Botschaft außerhalb der Bürozeiten: 0095-9-5023209

In der Schweiz:

Ambassade de l´Union du Myanmar, Genf
Avenue Blanc 47
1202 Genf
Tel.: (022) 906 98 70/71
Fax: (022) 732 89 19

 

Vertretungen in Myanmar

Deutsche Staatsangehörige:
Embassy of the Federal Republic of Germany, Yangon
9 Bogyoke Aung San Museum Road
Bhan Township, 11201 Yangon

Postfachanschrift
Embassy of the Federal Republic of Germany
GPO Box 12, 11181 Yangon/Myanmar
Tel.: (0095 1) 54 89 51/53
Fax: (0095 1) 54 88 99
Notfall-Telefonnummer der Deutschen Botschaft außerhalb der Bürozeiten: 0095-9-5023209

Schweizer Staatsangehörige:
Embassy of Switzerland, Yangon
No. 11, Kabaung Lane, 5 ½ mile
Pyay Road, Hlaing Township
11201 Yangon /Myanmar

Tel.: (0095 1) 53 47 54, 51 28 73, 50 70 89
Fax: (0095 1) 53 47 54, 51 28 73, 50 70 89

Für konsularische Angelegenheiten:
Embassy of Switzerland, Bangkok
35 North Wireless Road
Bangkok 10330

Postfachanschrift
Embassy of Switzerland
P.O. Box 821
Bangkok 10501 /Thailand

Tel.: (0066 2) 674 69 00
Tel.: 0041 31) 324 18 76