Wissenswertes rund um die Antarktis

Der weiße Kontinent ist ein Phänomen, eine einzige Sammlung von Superlativen. Die Antarktis gilt als das letzte große Rückzugsgebiet, in dem der Mensch noch nicht Einzug gehalten hat. Die Polarnacht als krasser Gegensatz zur ewigen Sonne, das trockene Klima mit extremen Temperaturen, die einzigartige landschaftliche Schönheit zwischen Gletschern und Eiswüste in einer noch völlig intakten Natur sind die Zutaten die diesen Kontinent zum Traumreiseziel für immer mehr Menschen macht.

Antarktis Kreuzfahrten | Reisetipps und Hinweise

Flora und Fauna in der Antarktis

Eine Welt, in der nur die widerstandsfähigsten Spezies überleben. Die Schönheit der Antarktis liegt aber genau in ihrer Kargheit. Das ewige Weiß des Eises, Gletscher soweit das Auge reicht. Die Flora in der Antarktis beschränkt sich in der Regel nur auf einzelne Sporenpflanzen. Dies liegt zum einen auch daran, dass die Antarktis auch von außen nur sehr schwer zu erreichen ist und zum anderen natürlich an den Lebensbedingungen, die hier herrschen. Die Tierarten die hier leben, gibt es in den meisten Fällen in keiner anderen Region. Die meisten Tiere sind Pinguine, Wale, Robben, Albatrosse und Sturmvögel.

Geschichte der Antarktis

In der heutigen Zeit besteht ein sehr wichtiger Vertrag, der auch das Kernstück für das politische Interesse der Antarktis bedeutet. Die Rede ist hier vom Antarktisvertrag, in der festgelegt ist, welches Land ein Vollmitglied ist und wer ein Gründungsmitglied ist. Bewusst ist in diesem Vertrag nicht geregelt, wem die Antarktis nun eigentlich gehört. Ansprüche auf das Gebiet angemeldet haben mehrere Länder. Dies sind Frankreich, Australien, Argentinien, Chile, Neuseeland, Norwegen und Großbritannien. Diese Ansprüche sind darauf zurückzuführen, dass von diesen Ländern immer wieder Gebiete der Antarktis entdeckt worden sind. Im Jahre 1675 entdeckten die Briten beispielsweise Südgeorgien und im Januar 1739 entdeckten die Franzosen die Bouvet Insel. So geht es viele Jahre weiter und es werden weitere Inseln und Landstriche erkundet und mehrmals auch umsegelt. Der erste Mensch der den Südpol dann wirklich betreten hat, war am 14.12.1911 der Norweger Roald Amundsen. Im Jahr 1935 folgte dann der erste Flug über den Kontinent durch den Amerikaner Ellsworth. Im Antarktisvertrag ist auch geregelt, dass kein Staat der Welt diesen Kontinent für militärische Maßnahmen nutzen darf. Oberster Hüter dieses Vertrages ist die UNO, deren Ziele und Grundsätze ihrer Charta sich auch auf diesen Vertrag beziehen. Sollte es zu Streitigkeiten kommen, so ist hier der Internationale Gerichtshof dafür zuständig.


Geographie der Antarktis

Die Antarktis umfasst alle rund um den Südpol gelegenen Land- und Meeresgebiete. Die geographische Region bis 50° südlicher Breite ist mehr als 50 Millionen km² groß. Der größte Teil dieser Fläche ist Wasser, nur wenige Teile sind Landmasse. Die gesamte Region dessen, was wir unter Antarktis verstehen, wird zur besseren Unterscheidung auch als Antarktika bezeichnet, womit der ganze Kontinent gemeint ist. Die der Antarktis am nächstgelegenen Landmassen sind Feuerland direkt an der Südspitze von Südamerika und das Kap Agulhas in Südafrika sowie die beiden Inseln Tasmanien und Neuseeland. Die vorgelagerten Inseln beherbergen eine Tierwelt, die man nirgends anders auf der Welt findet.


Klima in der Antarktis

Die Antarktis ist der kälteste Kontinent der Erde. Die kälteste jemals gemessene Temperatur stammt aus dem Jahr 1983 und betrug minus 89,2 Grad. Dennoch kann man sagen, dass die Temperaturen dort regional sehr verschieden sind. Sie liegen auf dem Polarplateau im Sommer bei rund minus 40 Grad und im Winter bei bis zu minus 70 Grad. Die Temperaturen an der Küsten liegen dort im Winter bei maximal minus 30 Grad und im Sommer kann auch vereinzelt die Nullgradgrenze erreicht werden. Temperaturen über dem Gefrierpunkt gibt es hingegen auf der antarktischen Halbinsel. Unterschiede gibt es auch bei den Niederschlägen, wenn auch nur in Form der Menge. Der Niederschlag ist immer als Schnee zu verzeichnen und liegen im Inneren bei lediglich 200 mm pro Jahr, während es auf den vorgelagerten Inseln immerhin bis zu 1000 mm pro Jahr sind. Im Landesinneren kämpft man vor allem gegen den Wind, der Geschwindigkeiten bis zu 250 km/h erreichen kann. Das berühmte Kreuz des Südens, ein Sternbild am südlichen Himmel, befindet sich in der Antarktis und dient der Forschung als größtes Freiluft-Labor der Welt.